Gestohlene Stolpersteine in der Dresdner Südvorstadt werden ersetzt

Die vier gestohlenen Stolpersteine aus der Dresdner Südvorstadt sollen so schnell wie möglich ersetzt werden. Dazu haben die Familienangehörigen und der Dresdner Verein für Stolpersteine einen
Spendenaufruf gestartet. +++

Im Video sehen Sie ein Interview mit Susanne Ritschel vom Verein für Stolpersteine Dresden.

Mittlerweile befinden sie sich schon in der Anfertigung. Die vier Stolpersteine der Familie Reichenbach wurden vor knapp zwei Wochen entwendet. Martin und Lotte Reichenbach gehörten der Gruppe der letzten in Dresden lebenden Juden an, welche im November 1942 nach Hellerberg deportiert wurden und Zwangsarbeit leisten mussten.

Die Angehörigen wurden per Email über den Diebstahl informiert. Sie waren sehr geschockt. Aber für sie stand fest, es muss durch eine Erneuerung ein Zeichen gesetzt werden. Weltweit gibt es 55.000 Stolpersteine. Auch in Dresden haben sie eine bedeutende Rolle eingenommen.Es ist im Gespräch, dass der Gehweg auf welchem sich die Steine befinden erneuert werden soll, aber das stellt laut Susanne Ritschel kein Problem dar.

Gegen die Täter wurde Anzeige erstattet, aber es gibt weiterhin keine Spur. Auch die unmittelbar daneben liegenden Steine einer jüdischen Familie haben Spuren der Gewalteinwirkung und sollten vermutlich ebenfalls entwendet werden.