Gesundes Dresden

Seit 20 Jahren ist Dresden Mitglied im deutschen und europäischen Netzwerk “Gesunde Städte“. +++

Dr. Peggy Looks (37), die neue Beauftragte für die WHO-Themen der Stadt, koordiniert seit Juni 2011 die Projekte, vernetzt Partner und kommuniziert aktuelle Themenschwerpunkte. „Gesundheit und Wohlergehen stehen im Mittelpunkt kommunaler Entscheidungen. Dabei geht es um ein gesundes und fürsorgliches Umfeld, gesunde Lebensweise, gesundes Klima in der Stadt, gesundes Miteinander der Generationen und eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung. Herausforderungen, denen wir uns täglich stellen müssen und wollen“, so Sozialbürgermeister Martin Seidel. Deshalb arbeitet die WHO-Beauftragte aktiv mit bei den Themen zur gesunden Stadtentwicklung und bringt das Thema Gesundheit in alle Planungsprozesse der Stadt ein. 

Nächster besonderer Höhepunkt wird die Mitgliederversammlung und das Symposium des Netzwerkes „Gesunde Städte“ der Bundesrepublik Deutschland in Dresden vom 13. bis 15. Juni 2012 sein. Die Landeshauptstadt Dresden ist Ausrichter und in enger Kooperation mit der Geschäftsstelle des Deutschen Netzwerkes Organisator des Fachsymposiums „Gesunde Stadtplanung“. Es werden mehr als 150 Teilnehmer aus den Mitgliedsstädten und hochrangige Fachvertreter erwartet. Unter anderem geht es um Best-Practice-Lösungen, wie gesunde Stadtplanung vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sowie den Herausforderungen des Klimawandels möglich ist. Teil der Tagung ist auch ein Festakt zur 20-jährigen Mitgliedschaft Dresdens im deutschen Netzwerk und im WHO-Netzwerk der Europäischen Region „Healthy Cities“. 

Aktuell arbeitet die Stadt an einem Stadtgesundheitsprofil. Derzeit werden Aussagen zum Gesundheitszustand und -verhalten der Dresdner über verschiedene Stellen und Institutionen abgefragt und grafisch aufbereitet. Mit den Daten können Handlungsschwerpunkte identifiziert und Maßnahmen abgeleitet werden. Der Bericht wird Ende 2011 vorliegen und jedem Bürger zugänglich sein. „In einer gesunden Stadt ist „Gesundheit“ ein wichtiges Anliegen bei politischen Entscheidungen, dass in alle Planungsprozesse integriert wird. Bedingungen für ein gesundes Aufwachsen, Leben und Wohnen werden geschaffen. Es geht nicht um einzelne Aktionen, sondern um die nachhaltige Gestaltungen der Verhältnisse durch Aufbau von Strukturen und Prozessen“, so Dr. Peggy Looks. 

Gesundes und aktives Altern: Der demografische Wandel ist seit Beginn Schwerpunkt des Projektes. Die Altersstruktur hat konkrete Auswirkungen auf den Alltag einer Stadt. Dresden will eine seniorenfreundliche Stadt sein. Dazu gehören gute Bedingungen für ein gesundes und aktives Altern sowie Möglichkeiten der sozialen und gesellschaftlichen Teilhabe. Der Stadtrat beschloss im Januar 2008 das Aktionsprogramm „Gesundes und aktives Altern“. Derzeit läuft die Evaluation dazu. 

Gesunde Stadtplanung: Aktuell wurde dazu eine Arbeitsgruppe aus Fachexperten der Ämter und  Wissenschaftlern ins Leben gerufen. Themen werden stadtplanerische Herausforderungen wie demografischer Wandel und veränderte Klimabedingungen sein. 

Kinder- und Jugendgesundheit: In einer Arbeitsgruppe soll die Prävention und Gesundheitsförderung der Kinder und Jugendlichen Thema sein. Integriert werden die bundesdeutschen Gesundheitsziele (gesundheitsziele.de) und das Sächsische Gesundheitsziel „Gesund Aufwachsen“. Anhand des Gesundheitsberichtes werden konkrete Maßnahmen abgeleitet. Derzeit laufen Gespräche mit Vertretern aus dem Jugendamt zur Bildung der Arbeitsgruppe. 

Eine wesentliche Aktion im Rahmen der Bewegungsförderung bei Kindern und Jugendlichen war der von der WHO-Beauftragten mit organisierte Bambini- (Kinder bis 7 Jahre) und Teenager-Lauf (7-13 Jahre) beim Westhanglauf Gorbitz. 

Körperliche Aktivität ist Thema bei der gesunden Stadtplanung, beim gesunden und aktiven Altern und bei der Kinder- und Jugendgesundheit. In Kooperation mit der Sächsischen Landesvereinigung für Gesundheitsförderung und dem Quartiersmanagement Gorbitz ist ein Bewegungsprojekt „Stadtteilspaziergänge in Gorbitz“ für älteren Bürger entwickelt worden. Die Dokumentation wird Ende 2011 in Form von Stadtkarten mit „Lieblingsplätzen“ vorliegen. 

Das Europäische Netzwerk “Gesunde Städte” gründete sich 1988 mit 15 Städten. Heute sind es über 100 Mitglieder. Dresden ist seit 1991 dabei. Im Beirat “Gesunde Städte” Dresdens tagen viermal jährlich 15 Mitglieder aus Stadtrat, Verwaltung, Fachpartnern und Bürgern.

Quelle: Landeshauptstadt Dresden

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