Gesundheitschecks für Autofahrer gefordert

Aufgrund offenbar steigender Unfallzahlen, welche durch Senioren verursacht werden, diskutieren Politiker derzeit über regelmäßige Gesundheitschecks für Autofahrer.

Hamburgs Innensenator Michael Neumann sprach sich gegenüber der „Bild“-Zeitung dafür aus, spätestens alle 15 Jahre einen Gesundheitstest auf Fahrtauglichkeit durchführen zu lassen.

Unterstützung bekommt er vom verkehrspolitischen Sprecher der Grünen, Stephan Kühn. Er forderte gegenüber der Zeitschrift „Autobild“, den Gesundheitscheck schon jetzt vorzuschreiben, wenn der Führerschein älter als 15 Jahre ist. Auch darf dabei das Alter keine Rolle spielen. „Die eigene Fahrtauglichkeit falsch einzuschätzen ist keine Altersfrage“, so Kühn.

Laut Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer sollte man das Urteil über Fahrtüchtigkeit dem Hausarzt überlassen: „Ältere Verkehrsteilnehmer dürfen nicht diskriminiert werden. Entscheidend für die Fahrtüchtigkeit ist nicht das Alter, sondern der Gesundheitszustand“. Senioren sollten sich regelmäßig von ihrem Arzt beraten lassen, erklärt Ramsauer weiter.

Ab 2013 gilt der Führerschein EU-weit jeweils nur noch für 15 Jahre. Michael Neumann wies darauf hin: „Bei der Verlängerung von Führerscheinen darf es keinen Automatismus mehr geben.

Der Bundesverkehrsminister sollte die Chance nutzen, parallel zur Einführung der 15-jährigen Befristung von Führerscheinen auch regelmäßige Gesundheitstests zur Pflicht zu machen.“ Dabei stützt sich der SPD-Politiker auf Fakten, die belegen, dass Senioren ab 65 Jahren mit 61,6 Prozent den größten Verursacheranteil an Unfällen in Hamburg haben.

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