Geteilte Meinungen zu Waffenlieferungen an die Ukraine

Sachsen- Die aktuelle Diskussion zum Ukraine Konflikt und der Frage von Waffenlieferungen an die Ukraine regt auch in Sachsen zu Gesprächen an.

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Die Dresdner CDU befürworte, dass Deutschland sich an diesen Lieferungen beteiligt, so Dr. Markus Reichel, der Kreisvorsitzende der CDU Dresden, in einer Mitteilung. Dennoch sei die Besorgnis unter den Mitgliedern hoch, weswegen zu diesem Thema in den nächsten Tagen eine interne Befragung durchgeführt werden soll. 

Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat am Dienstag erneut Bedenken gegen die Lieferung von schweren Waffen geäußert. Alles, was damit in Zusammenhang stehe, sollte genau besprochen und bewertet werden, sagte Kretschmer bei einer Regionalkonferenz der CDU mit Innenminister Armin Schuster in Dresden.

Außerdem sprach sich Kretschmer für eine neue Sicherheitsarchitektur aus. Nur wenn man wehrhaft sei, könnte man mit einem Land wie Russland umgehen, so Kretschmer.

Ende vergangener Woche hatte sich der Deutsche Bundestag für deutsche Waffenlieferungen ausgesprochen. Ein offener Brief an Bundeskanzler Olaf Scholz hat in Sachsen ein geteiltes Echo gefunden. In diesem hatten Prominente wie Alice Schwarzer an den Bundeskanzler appelliert, keine Schweren Waffen zu entsenden. Der Grund sei die Sorge um einen Atomkrieg. Vertreter Landtagsfraktionen äußerten geteilte Meinungen zu diesem Thema. Linke und AfD sympathisierten mit den Unterzeichnern, SPD und Grüne argumentierten vor allem dagegen. Die CDU zeigte sich unentschieden. (mit dpa)