Getreideernte in Sachsen läuft auf Hochtouren

Durch die Wetterkapriolen dieses Jahres hat sie zwei Wochen später begonnen als üblich und wird sich wohl bis Ende August hinstrecken. +++

Zur Zeit ist das ein vertrautes Bild auf Sachsens Feldern. Wie hier in Chemnitz-Röhrsdorf bringen die Bauern die Getreideernte ein. Sie hat in diesem Jahr später begonnen als sonst. Regenschauer erschweren den Ablauf, denn für die Ernte sind die Bauern auf gutes Wetter angewiesen.

Interview im Video mit Holger Hermsdorf Leiter Pflanzenproduktion

Und hier werden Weizen und Roggen schon sehnsüchtig erwartet. Die Dresdener Mühle ist Sachsens größte Getreidemühle, produziert täglich etwa 340 Tonnen Weizen- und Roggenmehle. Bauern aus der Region bringen zur Zeit ihre Ernte direkt vom Feld in die Mühle.

Doch bevor sie abladen können, wird das Getreide auf seine Qualität untersucht. In kürzester Zeit wird die Stichprobe im Labor untersucht. Die Mitarbeiter schauen nach unerwünschten Bestandteilen und auf die inneren Werte: Proteine und Feuchtegehalt, auch die Backfähigkeit wird überprüft.

Interview im Video mit Anja Scharte, Laborleiterin
 
Aber hier ist alles in Ordnung, Thomas Henke aus Schönfeld bei Dresden kann seinen Weizen abladen. Nur ein kleiner Teil der Ernte aller Zulieferer wurde bisher in der Mühle begutachtet, doch bei dem stimmte die Qualität. Das zeigen auch die ersten Versuche im Backtechnikum.

Dabei war es für die Bauern kein einfaches Jahr. Erst der lange kalte Winter, dann der viele Regen.

Interview im Video mit Konstanze Fritzsch, Leiterin Getreideeinkauf

Dass sich die Ernteausfälle auf den Brotpreis niederschlagen, ist aber nicht zu erwarten.
 
Konstanze Fritzsch, Leiterin Getreideeinkauf