Gewaltfreie Proteste gegen Neonazi-Vortrag

Der Leipziger Versammlungsbehörde liegen zur Zeit zwei Anmeldungen für den 26. November vor. Angekündigt sind Demonstrationen gegen die rechte Szene. +++

Der Erich-Zeigner-Haus e.V. hat einen Aufzug vom Lindenauer Markt, über die Odermannstraße und zurück angekündigt. Es werden etwa 100 Telnehmer erwartet, darunter auch Oberbürgermeister Burkhard Jung.
„Leipzig ist eine tolerante und weltoffene Stadt, in der Rassismus und Neonazismus keinen Platz haben. Ich werde mich  in den gewaltfreien Protest gegen die Veranstaltung im NPD-Zentrum in Lindenau am Samstag einreihen und hoffe sehr, dass viele Leipzigerinnen und Leipziger es mir gleichtun“, betont Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung. 
Die Kampagne „Fence Off“ meldete einen weiteren Aufzug unter dem Motto „Nazis entwaffnen – Rechten Terror bekämpfen, Freies Netz zerschlagen“ an. Am Naturkundemuseum geht  es 15.30 Uhr los, dann geht es weiter über die Jahnallee, zum Waldplatz, wieder über die Jahnallee, Kuhturmstraße, Lindenauer Markt und Demmeringstraße bis zur Odermannstraße.  Für diese Zusammenkunft werden etwa 350 Teilnehmer erwartet – insgesamt wird mit bis zu 500 Demonstranten gerechnet.
Anlass für diese Aufzüge ist ein für den 26. November geplanter Vortrag von Karl Heinz Hoffmann, dem Gründer der mittlerweile verbotenen, rechtsterroristischen „Wehrsportgruppe Hoffmann“.