Gewandhausorchester präsentiert Wirtschaftszahlen von 2017 – Jubiläumssaison steht im Mittelpunkt

Leipzig – Das Gewandhausorchester Leipzig hat am Mittwoch die Wirtschaftszahlen für das Geschäftsjahr 2017 präsentiert. Diese fallen postiv aus. Die Planungen für 2018 sehen ein Defizit vor, welches aber einfach zu begründen ist.


Das Gewandhausorchester blickt positiv in die Zukunft.
Knapp einen Monat ist die große Festwoche zum 275-Jährigen Bestehen des Leipziger Gewandhauses nun her.
Und nach wie vor bestimmt das Jubiläum das Programm im Orchester nicht nur kulturell, sondern auch finanziell.
Und da ist das Gewandhaus laut der Bilanz des vergangenen Jahres gut aufgestellt, sagt Verwaltungsdirekor Prof. Dr. Gereon Röckrath.
So wurden unter anderem mit rund 215.000 Zuschauern bei eigenen Veranstaltungen und der gleichen Zahl bei Fremdvorstellungen ein Betriebsgewinn von 59.000 € erwirtschaftet. Das sei ein gutes Zeichen dafür, dass das Geld aus Eigenerlösen und Zuwendungen auch wirklich in die Kultur geflossen ist.

Die Planung für das Geschäftsjahr 2018 sieht zwar ein Defizit in Höhe von rund 300.000 Euro vor. Dieses wurde aber vom Stadtrat genehmigt und ist mit den Mehraufwendungen durch die Amtseinführung des neuen Kappelmeisters oder den Feierlichkeiten zum Jubiläum zu begründen. Die Stadt begrüße es, dass dies der Größe und Bedeutung des Gewandhausorchesters entsprechend veranstaltet werde, so Röckrath.

Auch mit Blick auf den neuen Kapellmeister Andris Nelsons können sich die Besucher in Zukunft auf weitere musikalische und kulturelle Höhepunkte freuen. Das Gewandhausorchester ist auch im 276. Jahr seines Bestehens für die Zukunft gerüstet.