Gibt es noch Hoffnung für den Promenadenring?

Dresden - Das Entwicklungsforum Dresden hat am Dienstagabend eine offene Diskussionsrunde zum kürzlich im Bauausschuss abgelehnten Dresdner Promenadenring veranstaltet. Der geplante grüne Ring entlang der historischen Stadtmauer Dresdens soll als innerstädtisches Erholungsgebiet dienen.

Die Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Grüne) hat über die positiven Auswirkungen des Ringes auf die Stadt gesprochen. Das Projekt ist bereits im Gange. Ein Abschnitt des Westteils an der Marienstraße ist Anfang des Jahres fertiggestellt worden. Am Postplatz wird bereits am Promenadenring gebaut. Nun wurde der Weiterbau vom Bauausschuss mit den Stimmen von CDU, FDP und Bürgerfraktion zunächst eingestampft. Die Gründe dafür sind der Wegfall von Parkplätzen am Pirnaischen Platz und die Einengung der Einfahrt an der Schulgasse. Nach diesem Rückschlag für die Planungskommission setzen die Umweltbürgermeisterin und der Baubürgermeister auf die Meinung der Dresdner Bürger, die sich rege an der Diskussion beteiligen. Die Ansichten zum Promenadenring und den bisher geplanten Einschränkungen des Autoverkehrs gehen auseinander.

Ein großer Kritikpunkt sind die vielen Freiflächen, vor allem im Ostteil, die nicht bepflanzt werden sollen. An der stark befahrenen St.-Petersburger Straße einen Erholungsort zu gestalten, wirkt für die meisten Anwesenden abwegig. Sie fordern eine Verdichtung der Straße um die Ruhe auf dem Promenadenring zu gewährleisten. Eine Verengung der Straße kann das Budget der Stadt bisher aber nicht abdecken. Nach dem regen Austausch wird klar, dass an der vollständigen Umsetzung des Projekts noch gefeilt werden muss. Die Mehrheit der Dresdner wünscht sich allerdings grundsätzlich den Promenadenring. Eva Jähnigen (Grüne) begrüßt die Beteiligung und hofft auf eine baldige Fortsetzung des Projekts.