Gleisbaustelle Prohliser Allee in Dresden erfordert Bahnumleitung

Von Montag 4:15 Uhr bis Freitag, den 24. August, 20:00 Uhr sowie von Montag, den 27. August, 4:15 Uhr bis Freitag, den 31. August, 20:00 Uhr finden entlang der Prohliser Allee Bauarbeiten an den Straßenbahngleisen statt. +++


In diesen Zeiträumen werden die Straßenbahnlinien wie folgt umgeleitet:

Linie 1:                       verkehrt von Leutewitz kommend bis zum Albert-Wolf-Platz
Linie 9:                       verkehrt von Kaditz kommend bis zum Albert-Wolf-Platz
Linie 13:                     verkehrt von Mickten kommend bis zum Albert-Wolf-Platz

Zur Verstärkung fährt eine Sonderlinie 49 von Leuben/Klettestraße über Abzweig nach Reick, wo ein Umstieg von und zur „2“ möglich ist, zum Albert-Wolf-Platz und wieder zurück. Fahrgäste die zum Endpunkt Prohlis und den an der Strecke liegenden Einkaufszentren möchten, können am Alber-Wolf-Platz in die ebenfalls zusätzlich angebotene Pendellinie „E“ umsteigen.

Grund für diese Sperrungen ist der nach über 30-jähriger Befahrung eingetretene Verschleiß der Schienen. Immerhin rollten viele Jahre allein drei Straßenbahnlinien in dichtem Takt über diese Trasse. Dazu kamen noch zahlreiche „Ein- und Ausrücker“, also Bahnen, die früh aus dem Straßenbahnhof Reick ausfuhren und abends dort wieder abgestellt wurden. Jetzt werden rund 200 Meter Schienen durch neue ersetzt. Vor allem im Abschnitt zwischen Jacob-Winter-Platz und Georg-Palitzsch-Straße führte der schlechte Gleiszustand zu so genannten Langsamfahrstellen für die Bahnen. Das kostet Fahrzeit und belastet die Strecke zusätzlich. Deshalb werden diese Langsamfahrstellen nun beseitigt. Parallel dazu reparieren Fachleute die Bahnsteigkanten der Haltestelle „Albert-Wolf-Platz“. Die Kosten für die Bauarbeiten belaufen sich auf rund 230.000 Euro und stammen aus dem Budget zur laufenden Unterhaltung der Infrastruktur der Dresdner Verkehrsbetriebe. Fördergelder werden dafür nicht in Anspruch genommen.

Ungewöhnlicher Pendelzug  

Für den Pendelwagen der Linie „E“ kommt während des Baus ein ganz ungewöhnliches Gefährt zum Einsatz. Wegen der erwartet hohen Nachfrage werden zwei 30-Meter-Stadtbahnwagen zu einer 60-Meter-Einheit gekuppelt. Dabei handelt es sich um zwei „Zweirichtungswagen“, die im 15-Minuten-Takt immer zwischen Albert-Wolf-Platz und dem Endpunkt Prohlis pendeln. Dabei benutzen sie stets das Gleis, an dem gerade nicht gebaut wird.

Solche eine lange Einheit wurde Ende der 1990er Jahre mal auf der Pilotlinie 2 getestet. Wegen der häufig nicht ausreichenden Haltestellenlängen, der nötigen Anschlussvermittlung und des stark schwankenden Bedarfs stellten sich aber die heute verkehrenden Einzelzüge mit 30, 43 oder 45 Metern Länge als praktikabler heraus.

Quelle: DVB

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