Global Game Jam in Leipzig: Computerspiel in 48 Stunden

Leipzig – Wenn sich Programmierer, Grafikdesigner, Autoren und Musiker im Januar an der HTWK treffen, um innerhalb von 48 Stunden ein Computerspiel zu entwickeln, dann ist es wieder soweit: Am heutigen Freitag startet im Lipsius-Bau der Technik-Uni die alljährliche „Global Game Jam“.

Ein Event mit weltweiten Ausmaßen: In insgesamt 93 Ländern von Hawaii bis Australien treten Teams miteinander in den Wettbewerb. Jedes Jahr wird ein Thema vorgegeben, zu dem die Digitalkünstler improvisieren müssen. Sonst ist es gänzlich der Kreativität der Nachwuchsdesigner überlassen, wie das Spiel gestaltet ist. Das Thema wird weltweit um 17 Uhr Ortszeit des jeweiligen Landes bekannt gegeben. In 2016 lautete es „Rituale“. Mit der Bekanntgabe des Begriffs fällt der Startschuss, und in den Arbeitsräumen der Technik-Uni qualmen Köpfe und Tastaturen.

Was am Ende rauskommt entscheidet sich innerhalb der 48 Stunden, vorprogrammiert ist daher nur: Schlafmangel, Augenringe und viel Spaß am Projekt.
Erschöpfungserscheinungen werden vor allem mittels koffeinhaltiger Getränke und kurzer Power-Naps bekämpft. Geschlafen werden darf in der Technikuni, doch viele ziehen das Wochenende einfach durch. Eine Konstitution, die sie sicher bereits auf der ein oder anderen LAN-Party trainiert haben, und in der digitalen Arbeitswelt ist Termindruck ohnehin nicht ungewöhnlich.

Bereits zum sechsten Mal wird die Game Jam in Leipzig abgehalten, Professor Klaus Bastian betreut das Kreativ-Event von Beginn an. Am Samstag öffnen die Pforten der HTWK zwischen 15 und 17 Uhr für interessierte Besucher, die den Spieleschöpfern dann einen Blick über die Schultern werfen können. Zu Fristende am Sonntag um 17 Uhr werden schließlich die Ergebnisse präsentiert.

Wie die Leipziger Jammer – aber auch die digitalen Improvisationskünstler aus den anderen Ländern – das Thema interpretiert haben, kann dann auf der offiziellen Homepage der Jam bestaunt und getestet werden.