Global Space Odyssey tanzt auf Leipzigs Straßen

Leipzig – Knapp 2500 Teilnehmer sind laut Veranstalter am Samstag bei der Global Space Odyssey durch die Straßen Leipzigs getanzt. Die Kulturdemo startete mit knapp einer Stunde Verspätung am Connewitzer Kreuz und zog die Karl-Liebknecht-Straße hinauf bis zu einer Zwischenkundgebung auf dem Augustusplatz.

Durch den Demonstrationszug kam es auf der insgesamt 10 Kilometer langen Strecke bis zum Plagwitzer Bahnhof immer wieder zu Verkehrseinschränkungen. Die Global Space Odyssey setzt sich für eine Clubkultur ohne Sexismus und Rassismus ein. Ein Thema war am Samstag auch die viel diskutierte Sperrstunde, die dem Club „Institut für Zukunft“ kürzlich seitens der Stadt auferlegt wurde. Demnach müssen die Clubbetreiber von 05-06 Uhr die Bässe ruhen lassen. Grund dafür waren Beschwerden von Anwohnern.

Pünktlich zur GSO setzte der sächsische Grünen-Chef Jürgen Kasek eine Petition an den Stadtrat auf, in der er die Aufhebung der Sperrstunde fordert. Grundlage der Feierpause ist das sächsische Gaststättengesetz, das eine generelle Sperrzeit für öffentliche Vergnügungsveranstaltungen zwischen 05-06 Uhr vorsieht. Eine entsprechende Rechtsverordnung macht es aber für Gemeinden möglich, diese Regelung aufzuheben, wenn ein „öffentliches Bedürfnis“ besteht.