Globus-Projekt am Leipziger Bahnhof gescheitert

Das einzig unabhängige Gutachten komme zu dem Schluss, dass die Globus-Pläne negative Auswirkungen auf das Stadtteilzentrum Neustadt hätten. GRÜNE wollen mit dem Investor über Alternativstandort reden. +++

Die GRÜNEN im Stadtrat wollen das Gezerre um die Investorenpläne am Leipziger Bahnhof „beenden und sich für statteilverträgliche Lösungen einsetzen,“ so der Sprecher für Stadtentwicklung Thomas Löser. „Die Beratungen im gestrigen Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau haben gezeigt, dass unter seriösen Gesichtspunkten das Globus-Projekt an dieser Stelle keine städtebaulich vernünftige Lösung darstellt.“  

Das einzige unabhängige Gutachten zu den Projekten, die von der Stadt in Auftrag gegebene Untersuchung des Dortmunder Planungsbüros Junker & Kruse, kommt zu dem eindeutigen Ergebnis, dass die GLOBUS Pläne erhebliche negative Auswirkungen auf das Stadtteilzentrum Neustadt hätten. Ferner spricht das Gutachten diesen Planungen sinnvolle Synergien für den Stadtteil ab.
Für die Edeka-Pläne am Alberthochhaus und für das Postgelände an der Königsbrücker Straße kommt das Gutachten zu dem Ergebnis, dass prinzipiell eine behutsame stadtteilverträgliche Entwicklung sinnvoll ist.
„Wenn wir jetzt nicht verantwortungsbewusst im Sinne einer intelligenten Stadtentwicklung handeln,  zeichnet sich einmal mehr das in Dresden wohlbekannte Spiel ab. Im Widerspruch zu den Fachempfehlungen werden Entscheidungen vermeintlich im Investoreninteresse getroffen, die danach heftige negative Reaktionen in der Bevölkerung auslösen. Die Gestaltung des Postplatzes, die Elbe-Park Ausuferung, das Wiener Loch oder auch die Altmarkt-Galerie Erweiterung sind dafür prominente Beispiele. Kluge und nachhaltige Stadtentwicklung sieht anders aus.“ so Thomas Löser.  Die GRÜNEN empfehlen deshalb der Stadt, umgehend Globus zu signalisieren, dass die Entwicklung des Projektes an diesem Standort nicht in Frage kommt. „Dennoch begrüßen wir das Engagement des Investors in und für Dresden. Deshalb sollte die Stadt einen  geeigneten        

 Ausweichstandort für Globus finden,“ so der engagierte Stadtentwicklungspolitiker.  „Wir müssen jetzt Klarheit schaffen, damit auch die Edeka-Pläne am Alberthochhaus voran gebracht und vernünftig entwickelt werden können.“

Quelle: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

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