Glowatzky-Stiftung ehrt junge Sachsen

Die diesjährigen Sieger des Erich-Glowatzky-Preises stehen fest. Das Kuratorium der Glowatzky-Stiftung vergibt die Auszeichnungen 2010 für herausragende Leistungen auf sozialem und gesellschaftlich-kulturellem Gebiet. Der zweite Platz holt sich Andre Gerdts aus Zwenkau bei Leipzig. Lesen Sie bei LEIZPIG FERNSEHEN Online, wer die diesjährigen Preisträger sind und was sie gewinnen:

Den mit 3.000 Euro dotierten 1. Preis erhält Cornelia Döllefeld aus Dresden. Die 26-jährige Referendarin am Beruflichen Schulzentrum Großenhain engagiert sich seit Jahren ehrenamtlich und in verantwortlicher Position in einem Projekt, das sich der Arbeit mit Kindern von Strafgefangenen widmet. In dem vom Gemeindejugendwerk Sachsen getragenen Projekt – in Dresden bekannt unter dem Namen „Stadtindianerarbeit“ – werden Kinder im Alter von sieben bis 13 Jahren zum Beispiel in Abenteuer-Ferienlagern und Familiennachmittagen betreut. Auf diese Weise soll auch der Kontakt der Kinder mit den inhaftierten Elternteilen gestärkt werden.

Den mit 2.000 Euro dotierten 2. Preis sprach das Kuratorium Andre Gerdts zu. Der aus Zwenkau (Leipzig) gebürtige pharmazeutisch-technische Assistent, 24 Jahre alt, wird für seine Leistungen und Erfolge gewürdigt, die er als ehrenamtlicher Mitarbeiter des Sächsischen Landesamtes für Archäologie erbringt: Bereits als Schüler hatte er begonnen, Begehungen vor allem auf Ackerflächen im westsächsischen Raum vorzunehmen, eine Freizeitbeschäftigung, bei der er im Laufe der Jahre Tausende von archäologischen Relikten – Steinbeile, Scherben, Münzen – entdeckte, die er dem Landesamt zu Forschungszwecken ablieferte.

Den mit 1.000 Euro dotierten 3. Preis erhält Elisabeth Glaschker aus Bernsdorf (Oberlausitz). Die 17-jährige Schülerin des Wirtschaftsgymnasiums am BSZ Kamenz engagiert sich seit Jahren in verschiedenen sozialen und schulischen Projekten. So ist sie aktiv bei der Umsetzung des „Sozialen Tages“, der alljährlich von der Sächsischen Jugendstiftung initiiert wird.

Der Glowatzky-Preis und die gleichnamige Stiftung wurden 1998 von dem aus dem westsächsischen Fraureuth gebürtigen Erich Glowatzky begründet, der in den 1930er Jahren nach Australien auswanderte, wo er ein erfolgreicher Unternehmer wurde. Mit dem Glowatzky-Preis werden alljährlich junge Menschen aus Sachsen im Alter bis zu 30 Jahren geehrt, die sich durch herausragende Leistungen auf wissenschaftlichem, technischem, künstlerischem oder sozialem Gebiet um das Ansehen des Freistaates verdient gemacht haben.