Glühlampenausstieg ab 1. September

Viele Handelsketten ignorieren Energieeffizienz- und Klimaschutzziele:

Als Meilenstein für mehr Energieeffizienz und Klimaschutz begrüßt die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) den bevorstehenden Glühlampenausstieg in der Europäischen Union. In vier Stufen bis 2012 werden dann alle ineffizienten Standardglühbirnen und konventionelle Halogenglühlampen aus den Verkaufsregalen verbannt.

Das Ziel der neuen Regelung ist, einen deutlichen Beitrag zur Erreichung der europäischen Energieeffizienz- und Klimaschutzziele zu leisten. Die unter den EU-Staaten und mit dem Europaparlament abgestimmte Regelung dient der Verbesserung der Marktdurchdringung von energieeffizienten Beleuchtungstechniken und soll im Jahr 2020 zu einer geschätzten Energieeinsparung von 39 Terawattstunden führen – das entspricht der Leistung von vier großen Atomkraftwerken.

Ab morgen dürfen laut EU-Recht matte Glühlampen und klare mit mehr als 75 Watt nicht mehr in den Verkehr gebracht werden. Ein flächendeckender Durchbruch sei das leider noch nicht, betonte DUH-Bundesge­schäftsführer Jürgen Resch: „Nur drei der von uns befragten 71 Handelsunternehmen haben erklärt, ab dem 1. September diese besonders klimaschädlichen Lampen nicht mehr verkaufen zu wollen. Für die Mehrheit der Einzelhändler kommt offenbar Profitmaximierung vor Klimaschutz.“

Die Befragung deute darauf hin, dass einige Bau- und Elektromärkte ihre Lagerbestände an ineffizienten Glühlampen in den vergangenen Monaten aufgestockt haben, um die unter die erste Stufe des Glühlampenausstiegs fallenden Lampen auch noch nach dem 1. September in großem Stil vertreiben zu können.

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