Gohlis: Wohnungsbrand im Drogenrausch ausgelöst

In der Nacht zu Donnerstag, gegen 02:30 Uhr, wurden Polizei und Feuerwehr zu einem Einsatz in die Etkar-Andre-Straße 1, gerufen. In einer Wohnung war ein Feuer ausgebrochen. Die Beamten nahmen im Hausflur einen Hilferuf aus der dritten Etage wahr. In dieser Etage gab es auch eine erhebliche Rauchentwicklung.

Eine männliche Person wurde am Boden liegend an der Wohnungstür aufgefunden und nach unten in Sicherheit gebracht. Alle anderen Mieter des Hauses wurden durch die Polizei aufgefordert, das Haus vorläufig zu verlassen. Nur in die vierte Etage konnten die Beamten nicht mehr gelangen, da die
Rauchentwicklung sich schnell erhöht hatte. Die Feuerwehr löschte den Brand in der
Wohnung in der dritten Etage sehr schnell. Danach gelangten die Einsatzkräfte in die
vierte Etage.

Hier fanden sie einen 31-jähriger Mann, eine 36-jährige Frau und ihr vier Monate altes Baby. Alle drei wurden vorsorglich zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht und anschließend wieder entlassen. Die anderen sieben Mieter konnten ihre Wohnungen wieder betreten. Der 32-jährige Mieter der Wohnung wurde vor Ort ambulant behandelt. Nach seinen ersten Aussagen ist er im Wohnzimmer eingeschlafen. Als er wieder wach wurde, wollte er eine Kerze löschen. Dabei stürzte er aber zu Boden. Anschließend wollte er in die Küche und Wasser holen.

Der Brand der Kerze breitete sich aber schnell aus und erreichte den Fernseher, der ebenfalls Feuer fing. Dabei trat die starke Rauchentwicklung auf und der Mieter schleppte sich zur Wohnungstür. Der Mieter war nicht in der Lage, den Brand selbst zu löschen. Das könnte daran gelegen haben, dass die Polizei bei der Untersuchung der Wohnung auf dem Stubentisch Fixerbesteck und weitere drogenähnliche Gegenstände sowie Medikamente für Betäubungsmittelkonsumenten gefunden hat.
 
Brandursache war das offene Feuer durch die Kerze. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr war der Brand lokal begrenzt. Andere Wohnungen wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen. Der Mieter sieht sich nun einem Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Brandstiftung gegenüber.