Goldene Erinnerungsmale – 15 neue „Stolpersteine“ in Leipzig verlegt

In Gedenken an die vom Nazi-Regime getöteten Leipziger Mitbürger hat der Bildhauer Gunter Demnig am Freitag 15 „Stolpersteine“ eingebracht. Die goldenen Gedenksteine wurden von den ehemaligen Wohnhäusern der Opfer verlegt. +++

Ein Stolperstein mag zunächst wie ein Hindernis klingen.
Etwas, worüber man stolpert, ins Straucheln kommt, sich vielleicht sogar verletzten könnte.
Hier in Leipzig gibt es weit über einhundert Stolpersteine, deren Funktion jedoch keines Wegs negativ behaftet ist.
Sie sollen aufwecken, zum nachdenken anregen, Erinnerungen wachrufen. Heute wurde Leipzig wieder um einige dieser winzigen Gedenkstätten bereichert.

Über 135 Stolpersteine an 67 Orten liegen bereits in der ganzen Stadt. Der Kölner Bildhauer Gunter Demnig verlegt Stein für Stein, so auch am Mittag, in der Wächterstraße 15. Hier an dieser Stelle, wird Jakob Sieskind gedacht.

Interview: Josefine Reitter – Organisatorin

Aufmerksamkeit erregen, erinnern,zum Nachdenken anregen. Das ist der Sinn der goldenen Erinnerungsmale. 

Interview: Josefine Reitter – Organisatorin

Viele Stolpersteine werden noch folgen..An Schicksale, Menschen, Geschichte erinnern. So wie hier, in der Wächterstraße 15, an der Villa Sießkind.