“Goldesel Tillich“ – Kritik an ‚Vermarktung‘ des Ministerpräsidenten auf CDU-Veranstaltung Denkfabrik Sachsen

Während die Sachsen-CDU Fehler einräumt, fordert Grünen-Landeschefin Antje Hermenau, “dass die CDU den Parteivorsitz und das Amt des Ministerpräsidenten trennt. Dann kann sie gern auf Parteiveranstaltungen Hände schütteln lassen.“ +++

Die CDU in Sachsen hat Fehler im Umgang mit Sponsoring-Paketen für Parteiveranstaltungen eingeräumt. Es sei unglücklich gewesen, Messestand-Besuche des Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich in die Sponsoring-Angebote zu schreiben, sagte der sächsische CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer in einer Zeitungsanfrage. Die sächsische CDU hatte für ihre „Denkfabrik Sachsen“ jetzt am Montag unter anderem Fotos und Gespräche mit Tillich versprochen.

Reaktionen darauf unter anderem in einer Pressemitteilung der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag am 27. Februar 2010:
Antje Hermenau, Fraktionschefin der GRÜNEN im SächsischenLandtag, kritisiert die `Vermarktung´ des sächsischenMinisterpräsidenten Stanislaw Tillich  für die CDU-Veranstaltung„Denkfabrik Sachsen“ (spiegel online, 27.02.2010). „Es ist nicht daserste Mal, dass die sächsische Union mit der Überzeugung auftritt, siesei der Staat. Das Amt des Ministerpräsidenten darf nicht als Goldeseleiner Partei missbraucht werden. Solche Vorkommnisse tragen massiv zumVerfall der Parteiendemokratie bei.“ „Ich schlage vor, dass die sächsische CDU den Parteivorsitz und das Amtdes Ministerpräsidenten trennt. Dann kann sie gern aufParteiveranstaltungen Hände schütteln lassen. Ich erwarte, dass bezahlteBegegnungen am 1.3. nicht stattfinden werden und das vereinnahmte Geld fürsoziale Zwecke gespendet wird.“

++
Immer aktuell informiert – mit dem DRESDEN FERNSEHEN Newsletter!