Goldiger Nachwuchs im Dresdner Zoo

Dresden - Noch schüchtern laufen die jungen Goldtakine ihrer Mutter hinterher. Die Zwei Halbbrüder Aang und Aiguo kamen letzte Woche im Dresdner Zoo zur Welt. Seit dieser Woche entdecken die Jungtiere die Außenanlage und können von den Besuchern bestaunt werden.

Seit 2013 präsentiert der Zoo Dresden Goldtakine. Namensgebend ist das strohblonde Fell, welches vor allen bei den männlichen Tieren besonders intensiv leuchtet und fast goldfarben wirkt. Im Gegensatz dazu haben Jungtiere eine dunkelbraune Fellfärbung mit einem schwarzen markanten Aalstrich auf der Rückenpartie. Nach den Zuchterfolgen der letzten beiden Jahre, kann sich der Zoo Dresden aktuell wiederum über zwei Jungtiere freuen. Mutter Joko brachte am 26. Februar ein männliches Jungtier auf die Welt. Der kleine Aang erobert seit Montag die Außenanlage und zeigt sich seinem sechs Tage jüngeren Halbbruder Aiguo gegenüber sehr interessiert. Für Mutter Chengdu ist Aiguo bereits das dritte Jungtier und mit stoischer Ruhe begleitet sie die ersten Kletter- und Springversuche des Kleinen.

© Sachsen Fernsehen

In ihrem natürlichen Verbreitungsraum in der zentralchinesischen Provinz Shaanxi im Qinling-Gebirge leben derzeit nur noch etwa 6000 Goldtakine. Die ziegenverwandten Huftiere genießen in ihrem Heimatland denselben Schutzstatus wie der Große Panda, mit dem er sich auch den Lebensraum teilen. Die Präsentation und Zucht in Zoos ist daher als besonders wichtig anzusehen. Der Zoo Liberec war der erste westliche Zoo, dem es 2002 gelang, erstmals Goldtakine aus China zu erhalten. Mittlerweile gibt es acht europäische Zoos, die diese seltene Tierart zeigen. In Deutschland hat neben dem Zoo Dresden nur noch der Tierpark Berlin Goldtakine im Bestand.

Informationen Goldtakine

Goldtakine erreichen eine Körperlänge von 170 bis 220 cm. Das Männchen erreicht ein Gewicht von bis zu 400 Kilogramm. Das Weibchen bleibt mit bis zu 250 Kilogramm deutlich leichter. Jungtiere sind anfangs bräunlich gefärbt und erreichen die charakteristische, strohgelbe, Farbe mit Erreichen des zweiten Lebensjahres. Besonders intensiv erscheint die Färbung bei den männlichen Individuen.

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