Gorbitz ist mehr als Platte – Drehscheibe Spezial

Dresden - Neben Alt Gorbitz entstand ab dem 21.08.1981 mit der Grundsteinlegung am Platz der Bauarbeiter (heute Amalie-Dietrich-Platz) Neu Gorbitz. Geplant wurde ein Stadtteil mit Wohnraum für 40.000 Menschen. Nicht nur Wohnungen, sondern eine ganze Kleinstadt mit Kitas, Schwimm- und Einkaufshallen wurden realisiert. Mehr als 20.000 Dresdner nennen das Gebiet im Dresdner Westen heute ihr zu Hause. In einem Drehscheibe-Spezial hat Mathias Körner (SPD), Ortsbeirat und Stadtteilkümmerer, DRESDEN FERNSEHEN Moderator Jonathan Wosch seinen Kiez gezeigt.

Ein Blick auf die Geschichte

Der Planung für den Stadtteil im Dresdner Westen sind viele Ideen, welche Dresdner Planer, Künstler und Architekten in einer Materialkonzeption, Farbkonzeption und einer bildkünstlerischen Gestaltung bündelten, vorangegangen.

© Sachsen Fernsehen

Das Zentrum der vier Wohnkomplexe bildeten der Platz der Bauarbeiter, der Platz der Eisenbahner (heute Merianplatz) und dazwischen die Höhenpromenade. Für diesen Bereich unternahmen der Chefarchitekt aus dem Büro des Stadtarchitekten Jörg Bösche, der Komplexarchitekt Günter Trepte und der Landschaftsarchitekt Günter Kretzschmar mit ihren Kollektiven besondere gestalterisches Anstrengungen. Unter dem Motto „Gorbitz, leben in der Landschaft“ ersann man eine Farb- und Materialkonzeption, welche die Verwendung von Keramik, Klinker und naturverbundenen Farben (warme ocker, braun und grün Töne) vorgab. Zudem ersann Gerhard Bondzin als Verantwortlicher für die künstlerische Konzeption, die Verwendung von Metall am Platz der Eisenbahner vor, was erst mit der Umgestaltung 2016 aufgegriffen wurde.

Bei dieser wurde Originalsubstanz aus der Entstehungszeit von Neu Gorbitz ersetzt. Aus Respekt für das Schaffen der vergangenen Architekten-Generation, wurde mit Blick auf die ursprüngliche Materialkonzeption ein Klinkerband in den Gehweg eingelassen. Zudem wurden einige Original-Stücke, wie Sitzbank, Mülleimer, Handlauf, Rosenranke-Hilfen aus der Entstehungszeit um 1980, welche zum Teil extra für Neu Gorbitz konstruiert, hier vom Architekturbüro-Grohmann mit Widemann-Großpflaster-Platten und einer originalen Treppenanlage aus selbigen Platten, in dieser „Ecke“ zu einem Historischen Ensemble zusammengefasst.

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Ein paar Eindrücke vom Drehtag in Dresden-Gorbitz