Grabungen gehen weiter

Chemnitz – Die Ausgrabungen, die im Jahr 2008 an der Frankenberger Straße starteten, legten den Grundstein für eine paläontologische Forschung in Chemnitz. Denn bis heute wird die Schatzsuche vorangetrieben.

Nach Beendigung der Ausgrabungen an der Frankenberger Straße, wurde im Jahr 2010 ein neues Ausgrabungsfeld auf dem Sonnenberg errichtet. Denn auch heute schlummern die Zeugen der längst vergangenen Zeit noch immer zahllos unter der Stadt. Mittlerweile haben die Forscher des Naturkundemuseums wichtige Erkenntnisse gewonnen, wie das Ökosystem vor über 290 Millionen Jahren in Chemnitz beschaffen war.

Damals wurden alle Pflanzen und Tiere nach einem Vulkanausbruch unter einer dicken Ascheschicht begraben. Das besondere daran: Die Fossilien blieben unmittelbar an bzw. nahe ihres ehemaligen Standortes erhalten und wurden Zelle für Zelle mineralisch konserviert. Den Forschern wird damit ein direkter Einblick in die Erdgeschichte ermöglicht.
Sensationellster Fund an der Frankenberger Straße war 2011 ein besonders gut erhaltener Saurier, der auf den Namen „Helge“ getauft wurde.

Neben diesem Fund konnten die Forscher an der Frankenberger Straße über 2.000 Fossilien zu Tage befördern. Dafür hat das Naturkundemuseum nicht nur wissenschaftliche Beachtung erfahren sondern auch finanzielle Unterstützung in Form von Fördermitteln erhalten. Dadurch konnte das ständige Grabungsprojekt „Ein Fenster in die Erdgeschichte“ auf dem Sonnenberg realisiert werden.

Der Versteinerte Wald und seine Erforschung werden durch die ständige Ausgrabungsstelle an der Glockenstraße erlebbar gemacht und somit neben der wissenschaftlichen Bearbeitung auch touristisch erschlossen. Das nächste Mal haben Chemnitzer am 25.Mai die Möglichkeit, den Forschern über die Schulter zu sehen.