Grandiose Floor Fighters ziehen ins Finale ein

Was vor der Saison niemand im Entferntesten geglaubt hätte ist nun eingetreten: Nach einer Niederlage im ersten, einem Sieg in Verlängerung im zweiten Playoff-Halbfinalspiel und nun einem 10-6-Erfolg (2-1;3-4;5-1) gegen den SSC Löwen Leipzig ziehen die Floor Fighters in das Finale um die Deutsche Unihockey-Meisterschaft ein.

Es ist somit bereits jetzt der größte Erfolg in der zehnjährigen Abteilungsgeschichte der SG Adelsberg.

Doch was nach einem klaren Sieg aussieht, war wieder einmal ein langes Stück harter Arbeit. Bis zur Mitte des Schlussdrittels waren beide Mannschaften abermals gleichauf beim Stand von 6-6. Chancen auf beiden Seiten hätten durchaus auch für eine bittere Wendung für die Chemnitzer Mannschaft führen können. Doch zeigten an diesem Tag alle Spieler einen unbändigen Siegeswillen, der in den letzten Minuten vielleicht den entscheidenden Vorteil erbrachte.

Das Spiel begann wesentlich taktischer, als am Wochenende zuvor. Chemnitz stand wesentlich tiefer und hatte seine Reihen erheblich umgestellt. Für den gesperrten Duchan hatte man noch kurzfristig Thomas Finaske aus Finnland herangeholt, da Axel Herold weiterhin verletzungsbedingt pausieren musste, der die Defense festigte. Dagegen rückte Reno Winter in den Sturm. Bis zur Mitte des Spieles erkämpften sich die SGA einen leichten Feldvorteil und so gelang es durch eine konzentrierte Abwehrleistung und einigen guten Kontern auf 5-2 davon zu ziehen. Doch jedem war klar, Leipzig wird zurückkommen. Und so passierte, was man nur zur Genüge schon aus den Spielen gegen die Löwen diese Saison kannte: Bis zur Pausensirene musste man den Ausgleich hinnehmen und das Spiel begann von vorn. Angepeitscht vom frenetischen Publikum legte man abermals vor, um noch ein letztes Mal eine Leipziger Antwort hinnehmen zu müssen. Mit einem Doppelschlag war dann die letzte Gegenwehr gebrochen und die Schlussminuten ein purer Genuss.

Trotz der Brisanz der Partie ließ sich zudem vermerken, dass es wohl eines der fairsten Spiele der gesamten Saison war. Einen maßgeblichen Anteil hatten daran auch die umsichtigen Schiedsrichter Piorun und Heuer (Hannover/Hamburg). Eine prächtige und sportlich faire Stimmung verbreiteten zudem die 350 Zuschauer dieser Begegnung, so dass man von einer perfekten Werbung für den Unihockey-Sport sprechen konnte.

Damit kommt es am 5. und 6. Mai 2007 zum diesjährigen Finale um die Deutsche Meisterschaft. Die Floor Fighters empfangen in der Schlossteichhalle zunächst am Samstag den UHC Weißenfels (Spielbeginn erst 19.00 UHR!!!) und reisen bereits einen Tag später nach Weißenfels (15 Uhr, Stadthalle). Im Falle eines dritten Spieles würde dies am 13.5. in Weißenfels stattfinden.