Grillen­burg wird Außenstelle der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber

Die ehemalige forstliche Fortbildungsstätte im Tha­randter Ortsteil Grillenburg soll ab nächster Woche mit bis zu 80 Asylbewerbern belegt werden. +++

 

Spätestens in der kommenden Woche wird die Landesdirektion Sachsen (LDS) damit beginnen müssen, die ehemalige forstliche Fortbildungsstätte im Tha­randter Ortsteil Grillenburg mit bis zu 80 Asylbewerbern zu belegen. Grillen­burg wird damit zur Außenstelle der Erstaufnahmeeinrichtung des Freistaa­tes Sachsen für Asylbewerber.

Der Bürgermeister der Stadt Tharandt und der Landrat des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sind durch das Sächsischen Staatsministe­rium des Innern vorab über die Inbetriebnahme der Einrichtung für die Unterbringung von Asylbewerbern unterrichtet worden.

Um das Gebäude für die Unterbringung von Asylbewerbern nutzen zu können, wird dort kurzfristig ein zweiter provisorischer Flucht­weg errichtet, der aus Gründen des Brandschutzes unabdingbar ist. Danach trifft die LDS die erforderlichen Maßnahmen, um die soziale und medizinische Betreuung, den Wachdienst sowie die Verpflegung der Asylbewer­ber in Grillenburg zu sichern.

Hintergrund der Inbetriebnahme von Grillenburg ist ein an­hal­tend ho­her Zu­strom von Asyl­be­wer­bern nach Sach­sen. Die Ka­pa­zi­tä­ten der Erst­auf­nah­me­ein­rich­tung in Chem­nitz und Schnee­berg sind inzwischen erschöpft. Die Situ­ation ist zusätzlich durch Windpockenfälle in den Unterkünften in Chemnitz, Schneeberg und Görlitz belastet, die eine zügige Weiterverteilung der Asylbewer­ber zu Landkreisen und kreisfreien Städten behindern. Zur Ver­mei­dung von Ob­dach­lo­sig­keit ist der Freistaat Sachsen da­her ge­zwun­gen, die vorhandenen Interimskapazitäten zu erweitern bzw. voll auszulasten.
  
In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres hat der Freistaat Sachsen 8012 Asylbewerber in seiner Erstaufnahmeeinrichtung neu aufgenommen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren noch 3036 Asylbewerber in Sach­sen registriert worden.

Insgesamt werden gegenwärtig mehr als 2700 Asylsuchende bei der sächsischen Erstauf­nahme untergebracht und versorgt. 

Quelle: LANDESDIREKTION SACHSEN