Grimma: Einbau der Dichtwand gegen Grundwasser

Die Winterpause an der Hochwasserbaustelle in Grimma ist endgültig beendet. Seit dieser Woche gehen die Bauarbeiten im vollen Umfang weiter.

Derzeit werden die Schlossmauern für den Hochwasserschutz ertüchtigt. Um die alten Mauern gegen Hochwasser dicht und widerstandsfähig zu machen, wird die Gebäudesubstanz der Schlossfassade mit Schlämmen abgedichtet. Außerdem werden die Schlossmauern an die in diesem Bereich bereits fertiggestellte unterirdische Dichtwand angeschlossen. Sie reicht  in eine Tiefe von zehn bis zwölf Metern bis in den Fels hinein.

Diese Untergrundsperre wird künftig auf der gesamten Linie zwischen der Straße „Kellerhäuser“ und dem Tempelberg durchgängig vorhanden sein. Das Grundwasser wird über horizontale Leitungen erfasst, in Brunnenschächten zusammengeführt und dann durch Freispiegelleitungen in die Mulde abgeführt. Damit bleibt ein nahezu natürliches Grundwasserregime erhalten.

Die Dichtwände zwischen Polizeidirektion und der Gaststätte „Großmühle“, zwischen Bootshaus und Klosterkirche sowie zwischen Schloss und Pöppelmannbrücke sind ebenfalls fertig gestellt. Außerdem wurde bereits im vergangenen Jahr die Gaststätte umgebaut, um Baufreiheit für die zukünftige Hochwasserschutzmauer zu erlangen.