Große Aufräumaktion entlang der Elbe

Dresden - Die Umweltschutzorganisation Pinke Hände organisieren zusammen mit anderen Dresdner Initiativen (BUND, 6daysforfuture, Surfrider und Wir lieben Elbe) eine große Sammel- und Informationsaktion gegen die Stadt- und Mitweltverschmutzung durch Zigarettenstummel. Dafür wird ein Informationsstand, als Sammelpunkt, am Terrassenufer zwischen Steg 3 & 4 aufgebaut. Dort können Flaschen (zum vollsammeln), Handschuhe und Informationen zum Thema geholt und abgegeben werden.

© xcitepress

Mitarbeit beim Projekt Elbe – Expedition des Bundesverband Meeresmüll e.V.
Pinke Hände beginnt dieses Wochenende ihre erste überregionale Aktion im Kampf gegen die kleinen Zigarettenfilter. Kippen bestehen aus dem sehr schlecht abbaubaren Kunststoff Celluloseacetat. Deswegen beteiligt sich die Initiative an der Elbe – Expedition 2021, welche sich mit Plastik und Mikroplastik in Gewässern und an Ufern auseinandersetzt. Dafür haben Sie an den 18 Häfen entlang der Strecke kleine und große Kippensammlungen initiiert, an denen sich unterschiedliche lokale Initiativen, Gruppen und Verbände beteiligen. Sie hoffen damit, dass Wegwerfverhalten der Rauchenden zu verändern, so das schlussendlich keine Kippen mehr auf dem Boden landen.

Pinke Hände
Die Bürger*inneninitiative Pinke Hände ist ein Zusammenschluss von Menschen, welche sich mit der Verschmutzung der Stadt und Mitwelt durch fallen gelassene Zigarettenstummel auseinandersetzt. Sie informiert über die durch Kippen entstehenden Schäden und bieten Lösungsmöglichkeiten, wie Rauchende ihr Wegwerfverhalten verändern können. Die von der Gruppe gewählte Herausforderung ist eine große, da jährlich geschätzt 4,5 Billionen der kleinen Giftbomben auf dem Boden landen. Führt man sich nun vor Augen, dass nur eine Kippe, mit den darin enthaltenen toxischen und krebserregenden Substanzen wie Teer, Nikotin und Arsen und Schwermetallen wie Blei, Kupfer, Chrom und Cadmium, bis zu 60l Grundwasser verunreinigen kann, wird schnell das Ausmaß dieser Herausforderung klar. Und dabei wurde noch nicht einmal über die mit dem Thema verbundenen Gefahren für Fische, Vögel, Kleinsäuger und auch Kinder gesprochen. Pinke Hände hat sich das Ziel gesetzt in Dresden die dringend notwendige Veränderung des Wegwerfverhaltens anzustoßen und kreativ zu begleiten. In ein paar Jahren, sollen die Kippenstummel nur noch dahingeworfen werden, wo sie hingehören. In den Müll!

„Mit dieser riesigen Kippensammlung bewegen wir uns zum ersten Mal aus Dresden heraus und leisten in 6 Bundesländern Aufklärungsarbeit zu diesem wichtigen Thema!“ – Alexander Kempe

„Kippenstummel sind ein Problem was uns alle angeht!“ – Gerda Uhlemann

Die Bilder im Anhang können im Rahmen der Aktion frei verwendet werden. Urheber ist Alexander Kempe.

Bundesverband Meeresmüll e.V.
Der Bundesverband Meeresmüll wurde Ende 2013 gegründet und will das Bewusstsein über die Umweltgefährdung durch Meeresmüll fördern, zur Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie dem Meinungs- und Wissensaustausch über mögliche Beseitigungs- und Vermeidungsstrategien beitragen. Verschiedene Privatpersonen, Unternehmen, Organisationen, Forschungseinrichtungen und Vereine sind Mitglied im Verband. Als zivilgesellschaftliche Organisation möchte der Verband Bürger*innen, Verbraucher*innen, Produzent*innen und Politik über den aktuellen Wissensstand informieren und zu einem Umdenken im Umgang mit den Meeren bewegen.

Elbe Expedition 2021
Auf den Spuren von Plastik in der Elbe und ihren Uferbereichen startet das Forschungsschiff ALDEBARAN am 21. Juni in Dresden erneut zu einer außergewöhnlichen Kampagnen-Fahrt auf Europas zwölftgrößtem Fluss. Die Elbe-Expedition ist Forschungsfahrt, Produktionsreise sowie Bildungs- und Öffentlichkeitskampagne zugleich.
Die ALDEBARAN wird als Kommunikations- und Forschungsplattform genutzt, um der Plastikkrise medial und wissenschaftlich auf den Grund zu gehen. An Land wird die Crew von mehreren Initiativen unterstützt, welche die gesamte Expedition begleiten und die Uferbereiche von Zigarettenstummeln und Plastikmüll befreien. Mit an Bord hat die ALDEBARAN in diesem Jahr erneut das Nachwuchsforschungsteam der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, was im Rahmen der Elbe-Expedition 2020 auf der gesamten Strecke Proben zur Analyse von Mikroplastik vom Elbgrund genommen hat.

 

Quelle: Bundesverband Meeresmüll