Große Orgel im Leipziger Paulinum vor Vollendung

Im Paulinum der Universität Leipzig wird im Moment die große Orgel eingebaut.

Das Instrument der Firma Jehmlich aus Dresden wird künftig zu Gottesdiensten, Konzerten und feierlichen Anlässen erklingen.

In Reih und Glied stehen sie da, die Pfeifen für die neue Orgel im Leipziger Paulinum. Blankgeputzt und schimmernd warten sie darauf, in das zehn Meter hohe Instrument eingebaut zu werden. Künftig sollen sie in der großen Orgel neben der bereits fertigen kleineren Schwalbennestorgel den Raum zum Klingen bringen. Die Orgelbaufirma Jehmlich aus Dresden wurde unter 15 Bewerbern ausgewählt, um diesen Orgelneubau an historischer Stelle zu realisieren.

Die Orgel wird nach ihrer Fertigstellung und Intonation bei Gottesdiensten, Konzerten sowie weiteren festlichen Anlässen der Leipziger Universität gespielt. Sie schließt eine Lücke in der Leipziger Orgellandschaft und orientiert sich an der sächsischen mitteldeutschen Tradition ab dem 18. Jahrhundert.

Die Orgel hat 46 Register, die aus 39 Pfeifenreihen bestehen, drei Manuale und ein Pedalwerk. Insgesamt bietet das sieben Meter breite Gehäuse aus weiß lackiertem Nadelholz Platz für 2.951 Orgelpfeifen von ganz groß bis ganz klein.

Der Einbau stellte die Orgelbauer vor einige Herausforderungen, war das Paulinum zu diesem Zeitpunkt doch selbst noch Baustelle. Besonders die Akustik musste exakt berechnet werden, um am Ende den perfekten Klang zu haben. In zwei Wochen soll die Orgel fertig sein, bis sie allerdings das erste Mal öffentlich zu hören ist, dauert es noch eine Weile, denn sie muss natürlich erst gestimmt werden.

Ein bisschen müssen sich die Besucher des neuen Paulinums also noch gedulden. Aber das ist ja auch noch nicht fertig.