Große Sturmschäden in Chemnitz – Zugausfälle!

Chemnitz – Das Sturmtief „Friederike“ hat mit Böen in Orkanstärke in Chemnitz für große Zerstörungen gesorgt.

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Die Chemnitzer Feuerwehr war gemeinsam mit Polizei und Rettungskräften im Dauereinsatz. An der Theaterstraße auf Höhe der Kaßbergauffahrt war ein großes Baugerüst umgekippt und auf die Straße gestürzt. Dabei wurden mehrere Pkw stark beschädigt, die an an der Ampel standen bzw. zwischen den Fahrbahnen abgeparkt waren. Die Theaterstraße musste für die Bergungsarbeiten gesperrt werden.

Durch den Sturm wurden viele Bäume im Stadtgebiet entwurzelt oder abgeknickt. In Chemnitz-Glösa fiel eine Fichte auf ein Haus an der Liebermannstraße. Durch umstürzende Bäume wurden an einigen Stellen auf Stromleitungen abgerissen. In den Stadtteilen Glösa, Rabenstein, Euba und Adelsberg kam es zu Stromausfällen.

Im Vorfeld wurden von der Stadt Chemnitz Vorkehrungen getroffen. So waren die Wochenmärkte in der Innenstadt und den Stadtteilen vorzeitig abgebrochen worden. Einige Schulen brachen den Unterricht vorzeitig ab.

CVAG und VMS stellten den Straßenbahnbetrieb aus Sicherheitsgründen komplett ein. Die Citybahnen C13 und C14 konnten am Freitag wegen Streckensperrungen Richtung Burgstädt und Mittweida nur zwischen Hauptbahnhof und Technopark pendeln.

Die Mitteldeutsche Regiobahn hat indes mitgeteilt, dass die Eisenbahnstrecke zwischen Chemnitz und Leipzig bis auf weiteres gesperrt bleibt. Regionalzüge pendeln nur zwischen Zwickau und Chemnitz. Die Strecken nach Dresden und Elsterwerda sind gesperrt.

Das vorsorglich geschlossene Wildgatter war laut Stadt auch am Freitag noch wegen Aufräumarbeiten geschlossen.

Das Chemnitzer Grünflächenamt warnt ausdrücklich vor dem Betreten der Wälder. Es bestehe generell eine hohe Nachbruchgefahr. Die Aufräumarbeiten in den Waldgebieten werden voraussichtlich noch bis Ende Februar andauern.