Große Suchaktion nach Notrufmissbrauch

Gestern Nachmittag ging ein Notruf bei der Rettungsrufnummer 112 ein. Nachdem die Person nicht aufgefunden werden konnte, wurde nach mehreren vergeblichen Rückrufen eine polizeiliche Suchaktion mit Suchhunden gestartet. +++

Die Person sagte am Telefon, dass sie sich in Lebensgefahr befinde und legte anschließend den Hörer wieder röchelnd auf. Da das Handy anschließend ausgestellt wurde, konnte der Mann nicht mehr zurückgerufen werden.

Als die Rettungskräfte den Mann nicht in dem angegebenen Park auffinden konnten, verständigten sie die Polizei, die mit Flächensuchhunden nach ihm suchten. Hubschrauber konnten aufgrund der Witterungsbedingungen nicht eingesetzt werden.

Nach einer Handyortung und Anschlussinhaberfeststellung  traf die Pollizei den Mann in seiner Wohnung an. Er war angetrunken mit 2,2 Promille. In einer Notlage befand er sich nicht.

Die Suchmaßnahmen dauerten insgesamt fast drei Stunden an. Jetzt läuft eine Anzeige wegen Missbrauch des Notrufes gegen den Mann.

Die Polizei warnt, dass Notrufmissbrauch kein Kavaliersdelikt sei.