Großeinsatz: Dresdner Polizei musste unerlaubte Demo stoppen!

Eine Ansammlung von 500 zum Teil vermummten Personen führte am Donnerstag zu einem mehrstündigen Polizeieinsatz. Eine Anmeldung, wie es das Versammlungsgesetz verlangt, lag nicht vor. +++

Bei Internetrecherchen waren Dresdner Ermittler am Mittwoch (25.08.2010) auf einen Aufruf zur Teilnahme an einer Demonstration am 26.08.2010 am Puschkinplatz gestoßen. Der Aufruf wurde bereits am Vortag (24.08.2010) veröffentlicht. Hintergründe der geplanten Demonstration waren die zurückliegenden Brandstiftungen an der Columbusstraße und der Robert-Matzke-Straße.

Auf Grundlage dieser Information bereitete sich die Dresdner Polizei auf einen möglichen Polizeieinsatz vor. Eine Anmeldung, wie es das Versammlungsgesetz verlangt, lag hingegen nicht vor.

Ab 18.00 Uhr versammelten sich gestern etwa 500 Personen am Puschkinplatz. Auf Drängen der Dresdner Polizei übernahm schließlich eine 24-jährige Landtagsabgeordnete die Verantwortung als Versammlungsleiterin.

Gegen 19.15 Uhr startete der Aufzug vom Puschkinplatz und führte mit einer Zwischenkundgebung über die Leipziger Straße bis zum Haltepunkt Trachau. Verkehrseinschränkungen waren die Folge. Gegen 20.15 Uhr beendete die Versammlungsleiterin die Demonstration.

Im Anschluss an den Aufzug kam es auf der Bürgerstraße zu weiteren Verkehrsbeeinträchtigungen. Aus einer Gruppe von ca. 200 zum Teil vermummter Personen wurden in Höhe des Dreysigplatzes bengalische Feuer angezündet. Diese Personengruppe löste sich letztlich am Puschkinplatz auf. Am Rande des Aufzuges kam es vereinzelt zu Rangeleien mit Polizeibeamten. Die Beamten stellten von sechs Teilnehmern die Identitäten fest und sprachen die gleiche Anzahl an Platzverweisen aus. Die Dresdner Polizei ermittelt unter anderem wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Verstößen gegen das Versammlungsgesetz.

Die Dresdner Polizei brachte von 17.00 Uhr bis 22.00 Uhr über 100 Polizeibeamte zum „Spontaneinsatz“.

Quelle: Polizeidirektion Dresden

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