Großelterndienst vermittelt „Wunschomas“ in Leipzig

Seit mehr als zehn Jahren vermittelt die Senioren- und Familienhilfe „sefa Leipzig“ Wunschgroßeltern an bedürftige Familien weiter. Die Großeltern betreuen ihre Wunschenkel und schaffen Alleinerziehenden und jungen Eltern notwendige Freiräume. LEIPZIG FERNSEHEN hat eine Wunschoma bei ihrer Arbeit begleitet.

Mit 66 Jahren geht Uta Hoffmann gerne ins Theater, erledigt ihre Gartenarbeit und genießt die Zeit in ihrem kleinen Häuschen in Leipzig-Sommerfeld. Doch zweimal in der Woche wird aus Uta Hoffmann Oma Uta. Dann tauscht die Rentnerin die Gießkanne mit dem Ball und spielt mit Enkelin Jeanne Fußball. Denn Uta Hoffmann ist Jeannes Wunschoma. Wunschoma im Auftrag des Großelterndienstes der sefa Leipzig.

Interview: Heidemarie Stahr – sefa Leipzig

Uta Hoffmann hat die Anzeige der Sefa vor sieben Jahren in der Zeitung entdeckt.
Nach dem ersten Treffen mit Jeannes Familie stand für Wunschoma und Enkelin fest: Das passt. Heute – sieben Jahre später – kann sich Uta Hoffmann ein Leben ohne die neunjährige Jeanne kaum vorstellen.

Interview: Uta Hoffmann – Rentnerin

Als ehemalige Erzieherin liegen Uta Hoffmann die Kinder am Herzen. Besonders nachdem vor sechs Jahren ihr Mann gestorben ist. Trotz zweier leiblicher Enkel gab Jeanne ihr während dieser Zeit die nötige Ablenkung und das Gefühl noch immer gebraucht zu werden.

Interview: Uta Hoffmann – Rentnerin

Nach vier Stunden bei Oma Uta ist es Zeit sich zu verabschieden. Jeanne wird von ihrer Mama zum Fußballspielen abgeholt. Uta Hoffmann weiß: es ist kein Abschied für lange Zeit. In wenigen Tagen wird sie sich wieder um Schürfverletzungen kümmern und Brote schmieren. Trotzdem macht es ihr seit sieben Jahren immer wieder Spaß die Harke gegen die Bastelschere zu tauschen – wenn aus Uta Hofmann Oma Uta wird.