Großer Andrang zum Infoabend „Könneritzstraße“

Stadt, Wasserwerke und Verkehrsbetriebe stellten ihre Sanierungspläne im Neuen Rathaus vor. Anwohner befürchten Parkplatzprobleme. +++

Leipzig steht eine neue Großbaustelle bevor. Dieses Mal geht es um die Verschönerung der Könneritzstraße in Schleußig. Stadt, Wasserwerke und Verkehrsbetriebe haben am Montagabend über die Pläne informiert und der Andrang war riesengroß.
Der Sitzungssaal im Neuen Rathaus war prall gefüllt. Die von Anwohnern und Händlern liebevoll „Kö“ genannte Meile soll 2015 und 2016 zwischen Holbeinstraße und Oeserstraße saniert werden. Gründe sind sowohl der schlechte Zustand der Fahrbahn und Gleise als auch die fehlenden Radwege. Die mehr als hundert Bewohner und Gewerbetreibenden im Rathaus interessierten sich vor allem für den Bauablauf. Los geht es bereits am 22.9. dieses Jahres mit unterirdischen Bauvorbereitenden Maßnahmen der Wasserwerke. Im November 2016 soll alles fertig sein. Die Anwohner können sich schon einmal auf weniger Straßenlärm freuen. Durch die neue Fahrbahndecke werden Autos und LKW leiser und auch die Straßenbahnen rollen dann auf speziell gedämpften Schienen.
Während der Bauarbeiten soll der sonst über die Könneritzstraße rollende Durchgangsverkehr über die Erich-Zeigner-Allee umgeleitet werden. Anlieger können zumindest in einer Richtung weiter durchfahren. Doch die Anlieger und Gewerbetreibenden befürchten ein ganz anderes Problem. Durch den Umbau der „Kö“ werden nämlich etwa 30 Parkplätze wegfallen – und das obwohl die Situation für Autofahrer schon jetzt mehr als grenzwertig ist. Und ganz nebenbei befürchten einige, die auf der Könneritzstraße ihr Geld verdienen, Umsatzeinbrüche. Deshalb soll nun ein Imageprogramm her,  ähnlich wie dem der „Karli“.
Immerhin, die Bauherren haben verstanden, dass alle vom Umbau Betroffenen ständig auf dem Laufenden gehalten werden sollten. Und die Besucher des Infoabends wussten das auch zu würdigen, auch wenn sich viele noch mehr Mitspracherecht wünschen.