Großer Schritt für Lok Leipzig – Bruno-Plache-Stadion gehört wieder den Blau-Gelben

Der Verein hat der Stadt das Erbbaurecht fürs Bruno-Plache-Stadion abgekauft. Nun kann laut Präsidium besser gewirtschaftet werden. Auch der Weg für nötige Investitionen werde dadurch vereinfacht, hieß es. +++ 

Am Mittwochabend ist Lok Leipzig noch unglücklich im Sachsenpokal ausgeschieden. Der FSV Zwickau gewann mit einem Treffer in der Nachspieltzeit. Und trotzdem herrscht in Probstheida am Donnerstag schon wieder Feierstimmung. Der Grund: Nach elf Jahren ist Lok Leipzig endlich wirtschaftlicher Eigentümer des Bruno-Plache-Stadions. Dieses gehörte seit 1999 der Stadt. Nun wurde das Erbbaurecht von Lok Leipzig zurückgekauft, auch weil ein verbliebener Gläubiger des 2004 Pleite gegangenen VfB Leipzig auf einen Teil seines Geldes verzichtete. Lok-Präsident Jens Kesseler bekam das Grinsen kaum aus dem Gesicht.

Wieviel der Kauf des Erbbaurechtes gekostet hat wollte Lok vorerst nicht bekanntgeben. Fest steht aber: Der Besitz des Stadions sorgt nicht nur für gesteigerte Emotionen. Lok kann jetzt viele Dinge in Angriff nehmen, die für die Zukunft nötig sind – und zwar mit der Aussicht auf Fördergelder und ohne den Insolvenzverwalter des VfB Leipzig fragen zu müssen.

Der Verein plant unter anderem mehr Komfort im Stadion auch den Ausbau der Zuschauerränge. Bis zu 13.000 Fans sollen hier mittelfristig Platz finden. Derzeit passen nur etwa 7000 hinein. Das sportliche Ziel ist ebenfalls gesteckt. Spätestens 2020 will Lok in der dritten Liga spielen.