Großer Streik im ÖPNV: Das sollten die Sachsen wissen

Sachsen - Am Dienstag könnte es unangenehm werden für viele Pendler in Sachsen, denn Busse und Bahnen des ÖPNV werden mit Beginn der Frühschicht bestreikt. Dazu aufgerufen hatte die Gewerkschaft Verdi. Betroffen sind die Verkehrsbetriebe in Dresden, die Chemnitzer Verkehrs AG sowie die Verkehrsbetriebe in Leipzig und deren Tochterunternehmen. 

Alleine in Leipzig sind 1000 Angestellte aufgefordert, sich am Streik zu beteiligen. Davon betroffen wären alle 47 Bus- und 13 Straßenbahnlinien. Laut Verdi rechne man damit, dass bis zum Mittag weder Busse noch Bahnen fahren werden. Ein ähnliches Bild auch in der Landeshauptstadt. Hier betrifft es die Fahrgäste der Dresdner Verkehrsbetriebe sogar noch härter. Denn Busse und Bahnen sollen dort sogar bis 20 Uhr in den Betriebshöfen bleiben. Nur vereinzelte Buslinien werden im Stadtbild zu sehen sein.

Wie die Gewerkschaft mitteilte, will sie mit dem Streik einen bundesweiten Tarifvertrag für die rund 87.000 Beschäftigten im ÖPNV durchsetzen. Für Sachsen soll die wöchentliche Arbeitszeit von 39 auf 38 Stunden sinken, so Verdi. Zudem soll das Gehalt spürbar angehoben werden. Um ihr Anliegen durchzusetzen wird auch in Chemnitz gestreikt - hier sogar bis Mitternacht. Die Auswirkungen des Streiks werden sachsenweit wohl auch noch danach zu spüren sein. Verspätungen und Ausfälle könnten auf die Pendler zukommen.