Großer Umbruch beim BBV Leipzig – Neuer Vorstand soll für frischen Wind sorgen

Die Saison ist für die Bundesliga-Damen des BBV Leipzig Eagles kaum zu Ende, der Schrecken über den Last-Second-Abstieg noch nicht verflogen, und schon werden im Adlerhorst die Ärmel hochgekrempelt. Es ist jedoch nicht nur die Planung für die kommende Saison in vollem Gange.

Mit der ordentlichen Mitgliederversammlung am 12. April wird auch ein größerer Umbruch vollzogen. Der langjährige Vorstand um Präsidentin Monika Seidel, dem sportlichen Leiter Peter Maciej und Schatzmeisterin Heike Schreiber, wird nicht zur Wiederwahl antreten. Damit soll Platz für neue Kräfte gemacht werden, die im Verein für frischen Wind sorgen. Auf der Suche nach Nachfolgern ist man in den vergangenen Wochen fündig geworden.

In mehreren längeren Gesprächen wurden die wichtigsten Details für eine Neuausrichtung besprochen. Neuer Mann an der Vereinsspitze wird Christoph Hempel, Rechtsanwalt, passionierter Basketball-Fan und Visionär mit Mut und Tatendrang. Jüngster Beleg dafür ist die Gründung des Basketballvereins Leipzig Lakers im vergangenen Jahr. Der BBVL suchte einen Vorstand, die Lakers suchten Spieler – warum sich also nicht zusammenschließen?

Somit geht fast genau elf Jahre nach der Vereinsgründung für den BBV Leipzig eine Ära zu Ende und gleichzeitig beginnt ein Neuanfang. Eagles-Präsidentin Monika Seidel freut sich vor allem, dass es mit dem Verein weitergeht und eine Perspektive gefunden wurde. Sie wird, wie auch Frau Schreiber und Herr Maciej, den Eagles erhalten bleiben und die Nachfolger bei Bedarf unterstützen.

Geht es nach der designierten neuen Vereinspitze wird es jedoch nicht nur bei einer personellen Neubesetzung des Vorstands bleiben. Vielmehr wird der Vorstand – stimmen die Mitglieder auf der Mitgliederversammlung den entsprechenden Anträgen zu – auch strukturell umgebildet: es soll neben dem Präsidenten drei weitere Vizepräsidenten geben, welche die Ressorts Schatzmeister, Verantwortlicher für den Damenbereich und Verantwortlicher für den Herrenbereich besetzen. Komplettiert wird der dann siebenköpfige Vorstand durch jeweils einen Verantwortlichen für den weiblichen und für den männlichen Nachwuchs, sowie einem Beauftragten für die Öffentlichkeitsarbeit.

In Bezug auf die konkrete Besetzung hält sich Christoph Hempel offiziell noch bedeckt:
Neben dem Konzept der Leipzig Lakers würde der beitretende Verein seinen Namen mit einbringen. Der Antrag, den BBVL in Leipzig Lakers umzubenennen, wird auf der Mitgliederversammlung sicher kontrovers diskutiert werden. In ersten Gesprächen konnte bei der aktiven und passiven Mitgliederbasis der Eagles durchaus eine entsprechende Offenheit für das Vorhaben festgestellt werden. Spannende Wochen liegen vor dem Verein.