Großes Fest zum 100. Jubiläum der Talsperre Malter

Der 100. Geburtstag wird von Freitag bis Sonntag mit vielen Veranstaltungen rund um die Talsperre Malter gefeiert. Ein Höhepunkt ist die Pyroshow ‚Malter in Flammen‘ am Samstagabend im Strandbad Paulsdorf. +++

Vom 19.-21. Juli 2013 findet an der Talsperre Malter die 100-Jahrfeier statt. Geboten werden viele Veranstaltungen in allen drei Strandbädern (Paulsdorf, Seifersdorf, Malter) sowie in den Orten Paulsdorf und Malter.

Die Übersicht über das gesamte Programm und die einzelnen Orte finden Sie hier.

Die Talsperre Malter wird in diesem Jahr 100 Jahre alt. Sie wurde zwischen 1908 und 1913 gebaut. Jedoch wurden bereits seit 1864 mehrere Anläufe unternommen, an gleicher Stelle eine Stauanlage zu errichten.

Den endgültigen Ausschlag für den Bau gab letztendlich das katastrophale Hochwasser in den Erzgebirgstälern von 1897. Die Wassermassen verwüsteten die Erzgebirgstäler. Allein im Tal der Roten Weißeritz starben 19 Menschen in den Fluten. Der materielle Schaden belief sich auf die damals ungeheuer hohe Summe von sechs Millionen Mark.

Im Jahr 1908 wurde die Weißeritztalsperrengenossenschaft gegründet und der Talsperrenbau konnte beginnen. Die Grundsteinlegung für die Staumauer erfolgte im Herbst 1911. Für den Bau mussten die Bewohner der 45 Gehöfte von Nieder-Malter umgesiedelt werden. Außerdem wurde ein Abschnitt der Weißeritztalbahn verlegt.

Hochwasser wird an der Talsperre Malter durch eine sogenannte Hochwasserentlastungsanlage am linken Hang abgeführt. Hier befindet sich außerdem ein bewegliches Wehr – die sogenannte Fischbauchklappe. Zur Hochwasserentlastung kann auch ein etwa 200 Meter langer Umlaufstollen am rechten Hang genutzt werden.

Die Talsperre Malter ist keine Trinkwassertalsperre, sondern eine Brauchwassertalsperre. Sie dient auch heute überwiegend dem Hochwasserschutz und im geringen Umfang der Aufhöhung von Niedrigwasser. Außerdem wird an der Talsperre Elektroenergie erzeugt. Die Talsperre hat sich zu einem regional bedeutenden Naherholungsgebiet entwickelt.

Quelle: Talsperrenverwaltung Sachsen

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