Großolbersdorf/Chemnitz/Neukirchen: Vorsicht, bei Anruf Betrug!

Nicht gewonnen, sondern verloren hat ein 21-Jähriger in der vergangenen Woche in Großolbersdorf, als er einem telefonischen Gewinnversprechen glaubte.

Der junge Mann erhielt am Samstag den Anruf einer „Frau Weber“, die ihm mitteilte, 84.000 Euro gewonnen zu haben. Um den Gewinn zu bekommen, müssten jedoch Paysafe-Cards gekauft werden. Nachdem in verschiedenen Märkten derartige Karten für 600 Euro erworben und die PIN-Codes übermittelt wurden, forderte ein Mann, dass noch 5.000 Euro „Sicherheitsgebühr“ zu zahlen seien.

Jetzt wurde dem 21-Jährigen klar, dass er einem Betrug aufgesessen ist. Am Montag zeigte er das an. Die 600 Euro hat er verloren.

In Chemnitz und Neukirchen wurde der Versuch gestartet, Geld zu ergaunern. Zu Wochenbeginn erhielt eine Chemnitzerin einen Anruf, da sie angeblich vor drei Jahren an einem Gewinnspiel teilgenommen habe. Daraus ergebe sich jetzt die Forderung von 5 000 Euro. Die Frau wurde aufgefordert, ein Rechtsanwaltsbüro anzurufen, was sie auch tat. Dort fragte man sie, ob sie finanziell in der Lage sei, die Summe zu zahlen. Da das verneint wurde, legte man am anderen Ende auf.

In Neukirchen sollte ein 72-jähriger Mann Opfer eines Betruges werden. Er wurde bereits am 2.Februar 2015 angerufen. Gemeldet hat sich eine weibliche Stimme einer Aktionszentrale. Nachdem seine angebliche Akte mit einem Gewinn von 95.000 Euro „herausgesucht“ worden sei, gab die Anruferin an, sie sei eine Mitarbeiterin einer Anwaltskanzlei in Berlin. Der 72-Jährige sollte nun 950 Euro bezahlen, um den Gewinn zu erhalten. Weiterhin sollte er eine Telefonnummer zurückrufen, um weitere Überweisungsformalitäten zu erfahren. Mittlerweile kam dies dem Mann eigenartig vor und er reagierte nicht mehr auf weitere Anrufe, sondern informierte vollkommen richtig die Polizei.

Die Polizei warnt vor Betrügern mit der „Gewinnspiel-Masche“. Gehen Sie auf keinen Fall auf solche Telefonate ein und legen Sie am besten gleich auf! Die Betrüger gehen in ihren Gesprächen sehr geschickt vor, um ans Ziel, nämlich das Geld ihrer Opfer, zu kommen. Bei Zweifeln wählen Sie immer den Polizeinotruf 110.

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