Großrazzia in der Chemnitzer City

Chemnitz – Etwa 80 Polizisten waren am Dienstagnachmittag in Chemnitz ausgeschwärmt, um nach eigener Aussage den Kontrolldruck auf potentielle Straftäter aufrecht zu erhalten.

Mehrere Stunden waren die Einsatzkräfte in Uniform und Zivil ab Nachmittag im Einsatz. Gegen 17:30 Uhr wurden die Beamten am Johannisplatz fündig. Dort wurden zwei 18 und 21-jährige Männer gestellt, die fünf Cliptütchen mit Betäubungsmitteln bei sich hatten.

Später konzentrierte sich die Aktion auf eine Spielothek an der Straße der Nationen, die bereits zuvor schon einige Male ins Visier der Ermittler gelangt war. Bei der dortigen Kontrolle fanden die Beamten vier weitere Cliptütchen mit Marihuana und Haschisch, welche auf dem Boden lagen. Diese konnten später einem 20-Jährigen zugeordnet werden.

Insgesamt wurden bei dem bis 22 Uhr andauernden Einsatz 26 Personen einer Identitätsüberprüfung unterzogen. Gegen vier Tatverdächtige wird wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt.

Wie in den Wochen und Monaten zuvor, soll mit den großangelegten Kontrollen die Dealerszene verunsichert und das Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung erhöht werden. Kritiker solcher Einsätze werteten diese als teuren Aktionismus, die in punkto Kriminalitätsbekämpfung keinen wirklichen Effekt haben.

Dieses Thema wird sicherlich am Donnerstag im Rahmen der Sicherheitskonferenz im Bürgerhaus am Wall diskutiert. Dabei wird der „Kriminalpräventive Rat“ bestehend aus Polizei, Stadt und Staatsanwaltschaft gemeinsam mit Vertretern der mobilen Jugendarbeit und verschiedener sächsischer Städte über weitere Maßnahmen beraten