Großrazzia wegen Schwarzarbeit in Sachsen

Am Donnerstag durchsuchten Einsatzkräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Dresden sowie der Bundes- und Landespolizei insgesamt 24 Wohn- und Geschäftsräume sowie acht Fahrzeuge. +++

Heute vollstreckten Einsatzkräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Dresden sowie der Bundes- und Landespolizei zahlreiche Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichts Görlitz. Die Beamten durchsuchten insgesamt 24 Wohn- und Geschäftsräume sowie acht Fahrzeuge – überwiegend in Zittau und Umgebung, aber auch in Leipzig.

Den heutigen Einsatzmaßnahmen gingen umfangreiche Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Görlitz und des Hauptzollamtes Dresden voraus. Sie richten sich insbesondere gegen einen 47 Jahre alten Beschuldigten aus dem Dreiländereck, der im Verdacht steht, in der Region über mehrere Jahre hinweg ein nichtlizensiertes Taxiunternehmen betrieben zu haben, ohne für die zahlreichen eingesetzten Mitarbeiter Steuern und Sozialversicherungsbeiträge abzuführen. Ermittelt wird aber ebenso gegen die von dem Beschuldigten eingesetzten Fahrer und sonstigen Mitarbeiter, da sie die mit den Fahrten erzielten Einkünfte gegenüber dem zuständigen Finanzamt nicht erklärten. Einige von ihnen bezogen nach den bisherigen Ermittlungen zudem Sozialleistungen, ohne dass sie ihr zuständiges Jobcenter über ihre Tätigkeit informierten.

 Bei den heutigen Maßnahmen wurden umfangreiche Beweismittel wie Geschäftsunterlagen, Computer und Mobiltelefone beschlagnahmt. Deren Auswertung wird mehrere Monate in Anspruch nehmen. Rund 150 Beamte waren an den Durchsuchungen beteiligt. Zusatzinformation: Wer als Arbeitgeber für seine beschäftigten Arbeitnehmer keine Sozialversicherungsbeiträge abführt, macht sich des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt schuldig und wird mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren, in besonders schweren Fällen sogar bis zu zehn Jahren bestraft. Arbeitnehmer bzw. abhängig Beschäftigte, die ihr zuständiges Finanzamt und ggf.  Jobcenter über ihre Einkünfte in Unkenntnis lassen, machen sich wegen Steuerhinterziehung sowie ggf.  Betruges strafbar. Auch diese Straftaten können jeweils mit Geldstrafe oder mehrjähriger Freiheitsstrafe geahndet werden.

Quelle: Hauptzollamt Dresden

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