Groteske Spukszenen in den Kunstsammlungen Chemnitz

Unter dem Titel „Pieter Bruegel d. Ä. Und das Theater der Welt“ wird am Samstag eine Ausstellung in den Kunstsammlungen Chemnitz eröffnet.

Gezeigt wird das gesamte druckgrafische Werk nach den Entwürfen des flämischen Meisters.

In den Bildern entfaltet sich das Welttheater des 16. Jahrhunderts in erhabenen Landschaften, grotesken Spuk- und Höllenszenen, biblischen Historien und wilden Bauernfesten.

Interview: Prof. Jürgen Müller – Dozent für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte an der TU Dresden

Pieter Bruegel d.Ä. lebte von ca. 1525 bis 1569 und zählt zu den innovativsten, humorvollsten und hintergründigsten Künstlern der Neuzeit.

Seine Bilder laden dazu ein, lange und intensiv hinzusehen und fesseln ihre Betrachter auf den ersten Blick.

Gerade die Detailvielfalt in den Kupferstichen fasziniert und zeigt Bruegels Bild von der Welt.

Neben humorvollen Szenen baute der Künstler auch kritische Anspielungen auf die aktuellen Debatten seiner Zeit ein.

Besonders die katholischen und protestantischen Glaubensgewissheiten werden immer wieder von ihm in Frage gestellt.

Den Höhepunkt der Ausstellung bildet die ebenso berühmte wie rätselhafte Zeichnung „Die Imker“.

Das Werk zählt zu den wertvollsten Zeichnungen abendländischer Kunst aus dem Berliner Kupferstichkabinett.

Interview: Ingrid Mössinger – Generaldirektorin der Kunstsammlungen Chemnitz

Die Ausstellung kann noch bis zum 6. Juli 2014 in den Kunstsammlungen Chemnitz besucht werden.