Grünau: Betrüger ermittelt

Zwei junge Männer (19, 20) aus Leipzig-Grünau bzw. –Kleinzschocher konnten nach intensiven Ermittlungen als Betrüger entlarvt werden.

Die jungen Leute hatten per Internet bei verschiedenen Firmen Waren auf Rechnung bestellt. Dabei wurden vier falsche Absender in der Breisgaustraße in Leipzig-Grünau angegeben. Die georderten Sachen wurden dann an die angegebenen Adressen geliefert und von dort später abgeholt. Die Zusteller hatten, da niemand erreicht werden konnte, die Informationen in den entsprechenden Briefkasten, die von den Tatverdächtigen mit den Falschnamen präpariert wurden, hinterlassen und die Pakete Hausbewohnern übergeben.

Mitarbeiter des Versandhauses in Hamburg hatten die Polizei informiert, dass in mehreren Fällen zur Bestellung jeweils gleiche Daten mit verschiedenen Namen und Anschriften benutzt wurden. Bei der Überprüfung dieser Daten stellten die Beamten jedoch fest, dass darunter niemand gemeldet war. Das Versandhaus teilte der Polizei weiterhin mit, dass noch einige Lieferungen ausstehen. Die Beamten benachrichtigten die zu den Adressen zugehörigen Hausbewohner und vereinbarten, die Ware nur gegen Vorlegen eines Personalausweises auszuhändigen. Nach dem Abholen sollte dann die Polizei verständigt werden.

Zwei Zeugen (w.; m.) aus den betreffenden Wohnhäusern meldeten sich gleich und gaben detaillierte Personenbeschreibungen der Abholer. Am 18.03.2009 sollte, laut Polizei, erneut eine Lieferung an einen der Betrüger eingehen. Beamten observierten das Haus. Um 15:30 Uhr klingelte ein junger Mann bei einem Mieter und übergab einen Abholschein für ein hinterlegtes Paket. Die Polizisten griffen zu und nahmen ihn (20) vorläufig fest.

Auch der zweite Tatverdächtige (19) konnte gleich noch festgenommen werden. Der Abholer hatte ihn „mitgebracht“, er wartete im Fahrstuhl auf seinen Komplizen. Beide hatten wohl nicht damit gerechnet, den Gesetzeshütern so schnell gegenüber zu stehen. Gegen sie wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Warenkreditbetruges eingeleitet.