Grünau: Fläche für naturnahe Erholung an Neuer Leipziger Straße soll entstehen

Das mit Mitteln des Bundesumweltministeriums geförderte Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben „Ökologische Stadterneuerung durch Anlage Urbaner Waldflächen auf innerstädtischen Flächen im Nutzungswandel – ein Beitrag zur Stadtentwicklung“ soll in diesem Jahr weiter geführt werden.

Auf einer fünf Hektar großen Fläche an der Neuen Leipziger Straße im 7. Wohnkomplex in Grünau. Oberbürgermeister Burkhard Jung bringt auf Vorschlag von Baubürgermeister Martin zur Nedden im Juni die entsprechende Beschlussvorlage in den Verwaltungsausschuss ein.

2010 war bereits ein erstes Teilprojekt des Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben fertig gestellt worden, das rund 3,8 ha große „Stadtgärtnerei-Holz“ an der Zweinaundorfer Straße. Die Stadt wurde für das Projekt mit dem Werkbund-Label 2010 geehrt und vom Nationalen Biodiversitätszentrum gewürdigt.

Das Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben war 2007 gestartet worden. Am Beispiel Leipzigs soll vor allem in Stadtumbaubereichen modellhaft die Anlage verschiedenartiger so genannter urbaner Waldflächen erprobt werden, die einen neuen Typ städtischer Freiflächen darstellen und sich deutlich von klassischen Waldflächen sowie von klassischen Parkanlagen unterscheiden.

Damit ist keinesfalls ein Abgehen vom Leitbild der kompakten europäischen Stadt verbunden. Im Gegenteil: der neue Freiflächentyp soll in Gestaltung und Ausstattung den Bedürfnissen der Bewohner entsprechen und die angrenzenden Wohnquartiere attraktiver machen.

Die nun zur Fortsetzung ausgewählte Fläche befindet sich in dem von der „Entwicklungsstrategie Grünau 2020“ als Stadtumbaugürtel definierten Bereich im westlichen Grünau. Hier soll vor allem der Mangel an siedlungsnahen und erholungswirksamen Freiflächen abgebaut werden.

Die Gestaltung der Fläche an der Neuen Leipziger Straße soll zur Aufwertung der angrenzenden Wohnbereiche beitragen. Das dabei entstehende Wegenetz dient auch der Verbindung der Siedlung mit den Naturräumen Zschampertaue und Kulkwitzer See. Der Gesamtkostenrahmen beträgt 720.000 Euro. Die Finanzierung erfolgt überwiegend aus Fördermitteln (613.000 Euro).