Grünauer Jugendbande überführt

Der Leipziger Polizei ist die Zerschlagung einer kriminellen Bande gelungen. Die Tatverdächtigen waren in den vergangenen zwei Jahren fast ausschließlich im Leipziger Westen aktiv. Durch Ermittlungen und bereits vorliegende Erkenntnisse konnten am Dienstag zunächst drei Tatverdächtige (14 – 20 Jahre) namentlich bekannt gemacht werden.

Bei den sich anschließenden, richterlich genehmigten Durchsuchungen gelang es, objektive Beweismittel sicher zu stellen und weitere Tatbeteiligte bekannt zu machen. Zwei der Täter wurden dem Ermittlungsrichter vorgeführt, welcher Haftbefehl erließ. Nach gegenwärtigem Kenntnisstand können eine
Vielzahl von Straftaten nachträglich geklärt werden. So unter anderem Kfz-Diebstähle, Firmen- und Büroeinbrüche und Verkehrsstraftaten. Zu der Möglichkeit, dass die Tätergruppe auch für Brandstiftungen im Bereich Lausen und Grünau verantwortlich ist, laufen laut Polizei noch die Ermittlungen.

Besonders dreist gingen einzelne Täter bei sogenannten „Kassen des Vertrauens“ in Lausen und Rückmarsdorf vor. Trotz bereits vom Eigentümer vorgenommener massivster Sicherungen, man könnte schon von Tresoren sprechen, griffen sie immer wieder diese Kassen an und erlangten dabei minimalste
Beträge unter Inkaufnahme hoher Sachschäden.

Die Gruppierung war bereits im Frühjahr 2010 im Visier der Ermittler. Allein die Straftaten aus diesem Komplex umfassen eine Schadenshöhe von ca. 45.000 Euro. Trotz der damaligen Ermittlungen setzten die Beschuldigten ihre strafbaren Handlungen fort und entwickelten dabei zunehmend größere kriminelle Energie. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass die Straftaten aus Langeweile, zur Sicherung des Lebensunterhaltes und aus Frust erfolgten.