Gründung eines Stadtelternrats für alle Dresdner Kitas in Planung

Gemeinsam mit interessierten Eltern bereitet der Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen Dresden aktuell die Gründung eines neuen Stadtelternrates für alle Dresdner Kindertageseinrichtungen und die Kindertagespflege vor. +++

Mit der stadtweiten Elternvertretung erhalten Eltern erstmals seit drei Jahren wieder eine Möglichkeit, sich aktiv in die Entwicklung der Dresdner Kita-Landschaft einzubringen. Im Dezember 2013 hatte sich der damalige Stadtelternrat wegen nachlassendem Interesse an einer Mitarbeit selbst aufgelöst. Die Betriebsleiterin des Eigenbetriebes Kindertageseinrichtungen Dresden, Sabine Bibas, begrüßt die neue Initiative ausdrücklich: „Dialog ist immer eine Bereicherung. Wir haben es in den letzten Jahren durchaus vermisst, unsere städtischen Planungen und Konzepte nicht im direkten Dialog mit den Eltern abgleichen zu können. Das soll sich mit dem neuen Stadtelternrat ändern.“
„Aus dem Rückzug des ersten Stadtelternrates haben wir viel gelernt“, erläutert Sabine Bibas die nächsten Schritte. Dem ehrenamtlichen Gremium habe es vor allem an einer Legitimation als gesamtstädtischer Elternvertretung gefehlt. Laut Bibas soll diese Hürde nunmehr mit einer förmlichen Anerkennung durch den Stadtrat genommen werden. Eine entsprechende Beschlussvorlage hat der Kita-Eigenbetrieb bereits in dessen Gremien eingebracht. Die Vorschläge werden zunächst im Jugendhilfe- und Bildungsausschuss beraten werden, bevor der Stadtrat voraussichtlich im Dezember abschließend über die Gründung entscheidet. Nach Zustimmung des Stadtrates und Urwahl der Elternvertretung kann sich der Stadtelternrat auch mit beratender Stimme in die Abstimmungen des Dresdner Jugendhilfeausschusses einbringen. Die Satzung des Jugendhilfeausschusses sieht bereits seit 2003 einen beratenden Sitz für einen Vertreter einer legitimierten stadtweiten Elternvertretung vor. Die Position blieb seit Jahren unbesetzt. Die Arbeit des Stadtelternrates selbst soll mit einem jährlichen Zuschuss der Stadt von 4000 Euro unterstützt werden.

„Beteiligung lebt davon, dass sich Menschen engagieren“, weist Sabine Bibas auf die andere Schwierigkeit des ersten Stadtelternrates hin. Die Arbeitsbelastung ist für einzelne engagierte Eltern einfach zu groß. Aus diesem Grund sollen weitere Eltern für eine Mitarbeit gewonnen werden. Insbesondere aus der Mitte der bestehenden Kita-Elternräte versprechen sich die Initiatoren weitere Unterstützung. Eltern mit Kindern an kommunalen Einrichtungen sind genauso willkommen, wie Eltern deren Kinder in Einrichtungen von freien Trägern betreut werden. Interessierte können sich per E-Mail (info@stadtelternrat-dresden.de) an den Sprecherkreis des sich gründenden Stadtelternrates wenden. Laut eines gemeinsamen Grundsatzpapiers soll der Stadtelternrat alle zwei Jahre aus der Mitte der Dresdner Elternschaft gewählt werden. Die Urwahl wird derzeit vorbereitet. Sie ist im Anschluss an die Bestätigung des Stadtrates vorgesehen.

Dieser Beitrag ist leider noch nicht verfügbar