GRÜNE: Debatte um Qualität in den Kitas muss weitergehen

Im Kita-Streik ist es endlich zu einer Einigung gekommen. Ab November erhalten Erzieher und Erzieherinnen mehr Geld. Die GRÜNEN fordern trotzdem, die Kita-Problematik nicht aus den Augen zu verlieren:

„Ich freue mich für die Erzieherinnen und Erzieher, die ab November mehr Geld erhalten. Die schlechte Bezahlung des Berufs entspricht nicht dem, was Erzieherinnen täglich in den sächsischen Kitas leisten“, erklärt Elke Herrmann, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag, zur Einigung im Kita-Streik.“

Die Debatte um Qualität in den Kitas muss aber weitergehen. Die Erzieherinnen bekommen zwar nun mehr Geld, sind aber den gleichen Belastungen ausgesetzt. Die Verbesserung des Personalschlüssels in Kinderkrippe und Kindergarten bleibt daher oberstes Anliegen der GRÜNEN-Fraktion – sowohl zugunsten der Kinder als auch der Erzieherinnen. Hier steht die nächste Staatsregierung in der Pflicht.

„Im Zuge dessen kritisierte Herrmann auch die gestern bekanntgewordenen Pläne von Kultusminister Roland Wöller (CDU), ein neues Modellprojekt über die Funktionsweisen des Lernens zu finanzieren.“

Statt in immer neue Modellvorhaben zu investieren, sollte lieber der vorliegende Bildungsplan für die Kitas umgesetzt werden. Doch dafür fehlen Zeit und Geld. Alle wissenschaftliche Erkenntnis nützt nichts, wenn sie in den Kitas und Schulen nicht ankommt. Dass der traditionelle 45-Minuten-Frontalunterricht ausgedient hat, ist in Fachkreisen lange bekannt.“

Quelle: Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag

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