GRÜNE fordern Rücknahme der Kürzungen bei Volkshochschulen

Giegengack: Förderung der Volkshochschulen ist zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel+++

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag fordert die Rücknahme von weiteren Kürzungen bei den Einrichtungen der Weiterbildung. Nachdem bereits im letzten Haushalt bei den Volkshochschulen 750.000 Euro gekürzt wurden, sollen die Mittel im kommenden Haushalt noch einmal um eine Million Euro sinken.

„Sachsen lag 2012 mit 2,32 Euro Weiterbildungsausgaben pro Einwohner und Jahr bereits auf dem bundesweit letzten Platz. Mit den geplanten weiteren Kürzungen bei der Förderung der Volkshochschulen sind wir an einem Punkt angekommen, wo man konstatieren muss, das ist zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel“, kommentiert Annekathrin Giegengack, bildungspolitische Sprecherin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Landtag, den Haushaltsentwurf.

„Der Vorschlag, parallel zur sinkenden Förderung die Gebühren zu erhöhen, ist eine Farce. Je mehr an der Gebührenschraube gedreht wird, desto weniger Menschen können das Bildungsangebot nutzen. Das stellt die Einrichtung Volkshochschule grundsätzlich in Frage, deren Zweck es ist, erschwingliche Bildung für alle anzubieten. Gerade im ländlichen Raum sind die Volkshochschulen unverzichtbar. Sie sichern den Zugang zu Bildung und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.“

„Die Staatsregierung muss begreifen, dass Erwachsenenbildung mehr ist als Alphabetisierung und dass die Volkshochschulen hier ein qualitativ hochwertiges und breitenwirksames Angebot vorhalten. Wir fordern sie daher auf, die Kürzungen im Weiterbildungsetat zurückzunehmen. Meine Fraktion wird einen entsprechenden Änderungsantrag in die Haushaltsverhandlungen einbringen“, so Giegengack.

Quelle: Grüne

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