Grüne: Forderung nach eng abgestimmter Schul- und Hortplanung

Bündnis 90/Die Grüen – Gerit Thomas: „Steigende Kinderzahlen bedeuten auch steigenden Bedarf an Hortpläzen. Anders als bei Kita-Plätzen gibt es aber keinen Rechtsanspruch auf Hortplätze.“ +++

Lesen Sie hier eine Mitteilung der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen:

Dresden droht ein neues Problem – fehlende Hortplätze. Das zeigen auch Anfragen der GRÜNEN Fraktion sehr deutlich.

Dazu erklärt Gerit Thomas, schulpolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: „Steigende Kinderzahlen bedeuten auch steigenden Bedarf an Hortplätzen. Anders als bei Kita-Plätzen gibt es aber keinen Rechtsanspruch auf Hortplätze. Es ist also keine Selbstverständlichkeit, einen Hortplatz zu bekommen. Für viele Eltern, die ohne Hortplatz dastehen, eine Katastrophe, mit der niemand rechnet“.
 
Formal zuständig für Horte ist der Eigenbetrieb Kindertagesstätten. Der aber muss mit Riesenanstrengungen den Rechtsanspruch auf Kita-Plätze absichern. Dresden hat sich selbst zum Ziel gesetzt, Hortplätze bedarfsgerecht bereitzustellen. Das aber wird zunehmend schwierig und Lösungen sind „nicht auf die Schnelle zu machen“.

Thomas weiter: „Auch der Vorschlag der „konsequenten Doppelnutzung von Schulräumen“ wie es der Schulnetzplan umschreibt, funktioniert nicht. Ein Klassenzimmer, das für 28 Schüler von der Größe ausreicht, ist für 28 Hortkinder nicht genehmigungsfähig.“ Grund dafür sind unterschiedliche Vorschriften und Genehmigungsverfahren. Über die Genehmigung von Horträumen entscheidet das Landesjugendamt, nicht die Stadt. Unter Umständen können dann an einer Grundschule eben nicht alle Kinder einen Hortplatz bekommen.

Thomas abschließend: „Wir müssen uns ab sofort intensiv diesem Thema widmen und Lösungen suchen. Ein Berufen auf formale Zuständigkeiten des Eigenbetriebs Kita bringt hier gar nichts. Grundschul- und Hortplanung müssen künftig eng aufeinander abgestimmt sein, wie im Fachplan Kita 2012/13 schon beschlossen, nur noch nicht wirklich umgesetzt. Sonst droht Eltern künftig zu Schuljahresbeginn eine böse Überraschung.“

(Quelle: Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Dresdner Stadtrat)