Grüne Jugend Dresden gegen Videoüberwachung am Goldenen Reiter

Nach dem Vorschlag des kulturpolitischen Sprechers der SPD-Stadtratsfraktion Wilm Heinrich, Überwachungskameras am Goldenen Reiter aufzustellen, zeigt sich die Grüne Jugend entsetzt. +++

Vor dem Hintergrund der aufkeimenden Diskussion zur Videoüberwachung am Goldenen Reiter spricht sich die Grüne Jugend Dresden gegen weitere Videoüberwachung im öffentlichen Raum aus. Die Verwaltung und der kulturpolitische Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion Wilm Heinrich laufen hier fehl.

„Den Goldenen Reiter videoüberwachen? Die spinnen!“, zeigt sich Martin Schmid, Vorstandsmitglied der Grünen Jugend Dresden, von der Idee entsetzt. „Die Videoüberwachung im öffentlichen Raum nimmt von mal zu mal zu, es wird schon fast als selbstverständlich angesehen. Selbst bei Ampeln, wie der neu errichteten am Bischofsplatz, wo wir uns immer treffen, werden nun standardmäßig Kameras installiert“, so der 23-Jährige.

„Wenn Überwachung zur Normalität wird, verlieren wir damit immer mehr geschützte Räume, in denen man sich frei bewegen kann. Glaubt die Verwaltung wirklich, dass mit einer Kamera so etwas verhindert wird? Vielleicht hätten die Randalierenden noch nett gewunken, abgehalten hätte es sie aber wohl kaum“, ergänzt Anne Kerlin, ebenfalls Vorstandsmitglied. „Als Grüne Jugend setzen wir uns seit Jahren gegen Videoüberwachung im öffentlichen Raum ein. Denn wo Menschen überwacht werden, verhalten sie sich anders, ängstlicher, staatstreuer und vorsichtiger. Das widerspricht unserem Menschenbild von kritischen MitbürgerInnen.“

Quelle: Grüne Jugend Sachsen

++
Immer aktuell informiert – mit dem DRESDEN FERNSEHEN Newsletter!

Dieser Beitrag ist leider noch nicht verfügbar