Grüne Jugend will Tanzverbot an Karfreitag reformieren

„Es ist an der Zeit, dass die Staatsregierung das Sonn- und Feiertagsgesetz endlich modernisiert“, erklärt Lena Franke, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Sachsen. +++

Die GRÜNE JUGEND Sachsen fordert die Sächsische Staatsregierung auf, eine Reform des Sonn- und Feiertagsgesetzes anzugehen. Dabei soll nach Vorstellung der jungen Grünen vor allem das Tanzverbot an vier stillen Feiertagen in Sachsen (§ 6 Abs. 1 SächsSFG) angegangen werden.   Die aktuelle Regelung sieht vor, dass öffentliche Tanz- aber auch Sportveranstaltungen an vier Feiertagen wie u.a. dem Karfreitag untersagt sind. „Die ungestörte Ausübung der Religionsfreiheit ist ein hohes Gut und soll auf jeden Fall weiter möglich sein. Angesichts des hohen Anteils nicht konfessionell gebunder Menschen in Sachsen ist es aber kaum verhältnismäßig, dass dafür nahezu das komplette öffentliche Leben lahmgelegt wird. Für viele junge Menschen ist das auferlegte Tanzverbot nicht mehr nachvollziehbar“, so Franke.   „Uns geht es um nichts mehr als um die Anpassung des Gesetzes an eine moderne, weitgehend säkularisierte Gesellschaft hier in Sachsen. Die Länder Berlin und Bremen haben mit einem auf die Tageszeit beschränkten Tanzverbot an Karfreitag durchaus gute Kompromisslösungen umgesetzt. Das 20. Jahrhundert ist vorbei. Es ist nicht Aufgabe des Staates, religiöse Andächtigkeit vorzuschreiben. Wer tanzen will, soll tanzen dürfen!“, erklärt Franke abschließend.

Quelle: Grüne Jugend Sachsen