GRÜNE: Sachsen sollte stolz auf seine Wölfe sein

Zum Tag des Wolfes erklären die GRÜNEN, dass der Wolf nach Bundesnaturgesetzt streng geschützt ist und zu Unrecht geschossen wird. Lichdi: „Der Wolf ist ein natürlicher Bestandteil in der Landschaft.“ +++

Zum Tag des Wolfes erklärt Johannes Lichdi, naturschutzpolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag:

 

„Sachsen sollte stolz darauf sein, Einwanderungsland für Wölfe zu sein und somit eine Vorreiterrolle für die Wideransiedlung des Wolfes in Deutschland übernommen zu haben. Doch inzwischen steht der Wolf im sächsischen Jagdrecht, wenn auch geschützt durch eine ganzjährige Schonzeit. Schon heute werden in Sachsen, wie den Medien zu entnehmen ist, Wölfe zu Unrecht geschossen. Dabei sind Wölfe gemäß Anhang IV der FFH-Richtlinie und nach Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt.“

„Wir GRÜNEN lehnen die jagdrechtliche Einordnung des Wolfes grundsätzlich ab. Denn der Wolf ist ein natürlicher Bestandteil in der Landschaft. Die einstmals in Deutschland ausgerottete Art wurde nicht vom Menschen wieder angesiedelt, sondern kehrte eigenmächtig nach Sachsen zurück.“

Im Jahr 2011 initiierte die GRÜNE-Fraktion eine Landtagsanhörung zum Wolf in Sachsen (www.gruene-fraktion-sachsen.de/302771ee.l). Die Experten waren sich einig, dass die lausitz-westpolnische Wolfspopulation in Ostsachsen noch nicht groß genug und darum weiterhin streng zu schützen ist. Um der natürlich zu Deutschland gehörenden Art eine Überlebenschance zu gewähren, ist eine vitale Population zu anzustreben, wovon unsere sächsischen Wölfe noch weit entfernt sind.

„Wir GRÜNEN hoffen, dass die engagierte Arbeit des Wolfsbüros und des NABU und Petitionen für den Wolf, Erfolge zeigen und die Anerkennung für das Leben des Wolfes in Deutschland steigt.“

Quelle: Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN