Grüne wollen Lutz Vogel als OB behalten

Die großen Fragezeichen der Stadt haben auch gestern die Stadträte in der Donnerstagssitzung beschäftigt.

Eishalle, Kulturpalast und Walschlösschenbrücke. Was wohl alle Anwesenden etwas schockiert hat, war die persönliche Ansage des amtierenden Oberbürgermeisters Lutz Vogel, der gerne wieder nur Kulturbürgermeister sein würde. 

Betretenes Schweigen bei der Ansprache von Oberbürgermeister Lutz Vogel.
In seiner vorbereiteten Rede kritisierte Stadträte und Beigeordnete, die Druck auf Vogel ausgeübt haben sollen.

Er habe Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht gegen die Entscheidung des Regierungsprädiums eingelegt. Damit handele er im Sinne der Stadt Dresden. Die Aufsichtsbehörde hatte angedroht, die Aufträge zum Bau der Brücke zu vergeben, wenn die Stadt dies nicht tue. Dabei habe er nur, so der OB weiter, nach dem Stadtratsbeschluss vom 24. August 2006 gehandelt. Er sei stehts bestrebt, Weltkulturerbetitel und den Bürgerentscheid zu vereinen. Und das lediglich als Verwalter des Amtes.

Das stieß nicht immer auf das Wohlwollen seiner Beigeordenten und Stadträte. Vogel sieht das als Vertrauensbruch. 

Deshalb verlangt Lutz Vogel vom Stadtrat bis zur nächsten Stadtrassitzung am 12. Juli das Vertrauen zu bekunden, ansonsten wolle er sein Amt abgeben.

Was gar nicht so einfach ist, der Stadtrat müsste ihn mit Mehrheit von seinem Amt entbinden. Dann einen neuen ernennen.

Eva Jähnigen von den Grünen war gestern die Einzige, die auf Ansprache von Lutz Vogel reagiert hat. Sie hält es für unwahrscheinlich, dass eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Stadtrat zustande kommt.  Auch ist sie der Meinung Vogel habe die Diskussionen um die Waldschlösschenbrücke sehr gut moderiert.
 
Lutz Vogel wird wohl weiterhin Dresdens erster Mann bleiben und als parteiloser zwischen den Fraktionen vermitteln müssen.

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