Grundstein gelegt – Alumnat wird ausgebaut

Dresden – Mit einem Gesang des kleinen Chores ist am Freitag eine feierliche Grundsteinlegung eröffnet worden. Das Alumnat des Dresdner Kreuzchors wird hier in den kommenden Monaten erweitert. Der knapp fünf Millionen teure Neubau wird mit 44 neuen Plätzen erstmals alle Kruzianer unterbringen können.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert, Kreuzkantor Roderich Kreile und Kruzianer Timo aus der Klassenstufe 10 legten am 8. Dezember auf dem Campus des Evangelischen Kreuzgymnasiums in Dresden-Striesen den Grundstein für den Anbau des Kreuzchor-Alumnats. Der 4,76 Millionen Euro teure Neubau soll 44 weitere Internatsplätze für die Kruzianer bieten, die dann erstmals alle untergebracht werden können. Bislang steht für nur 90 von derzeit 130 Kruzianern ein Alumnatsplatz zur Verfügung. Alle anderen Kruzianer wohnen als so genannte „Kurrendaner“ zu Hause bei ihren Eltern.
„Der Erweiterungsbau wird ausschließlich aus kommunalen Mitteln finanziert. Damit leistet die Stadt ein klares Bekenntnis für die Zukunft des Dresdner Kreuzchores und des Kultur- und Bildungsstandortes Dresdens“, sagte Oberbürgermeister Dirk Hilbert in seinem Grußwort zur Grundsteinlegung. „Die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Kruzianer werden deutlich verbessert, die Unterbringung auf ein konkurrenzfähiges Niveau gehoben“, führte er weiter aus.
Neben 22 Wohnräumen entstehen auf jeder Etage Gemeinschaftsräume und Balkons, Spielzimmer, ein großzügiger Empfangsbereich und eine Einliegerwohnung für Gäste im behindertengerecht ausgebauten Erdgeschoss. Übergänge vom Neubau in den Altbau werden über Brücken gelöst. Der Rohbau soll bis April 2018 abgeschlossen sein. Die Fertigstellung und Übergabe ist bis März 2019 geplant.
„Danach wird der Bau eingerichtet und möbliert“, sagt Kreuzkantor Roderich Kreile. Bezugsfertig ist der Neubau zum Schuljahr 2019/20. „Wir hoffen natürlich, dass danach auch der Altbau saniert wird“, so Kreile weiter. Er dankte bei der Grundsteinlegung dem Oberbürgermeister, dem Stadtrat, den beteiligten Ämtern und den Bauleuten für ihr großes Engagement: „Damit müssen wir, auch was die Lebensbedingungen angeht, den Vergleich zu unseren Mitbewerbern nicht mehr scheuen. Unsere Möglichkeiten, auswärtige Bewerber aufzunehmen, steigen enorm.“

In den Grundstein kamen nicht nur traditionsgemäß Tageszeitungen, Baupläne und Dokumente des Dresdner Kreuzchores, sondern auch kleine Glücksbringer, die neben Ralf Minge, Sportchef der SG Dynamo Dresden, und Moderator Peter Escher auch einige Dresdnerinnen und Dresdner beisteuerten. Unter dem Motto „Ein Stück von dir“ sind damit die besten Wünsche im Fundament des Neubaus verewigt.